Jan Josef Liefers: Tatort Zwickau

Matthias Krauß, Jan Josef Liefers und Simon Schniebel bereiten bereits jetzt schon alles für das Konzert von Radio Doria anlässlich 30 Jahre Wiedervereinigung und 20 Jahre Krauß Event vor. Foto: Nicole Schwalbe

Jan Josef Liefers: Beatles, Martin Luther King und Zwickau

Zwickau. Der Junge, der zu DDR-Zeiten die „Beatles“ auf seinem Federkästchen stehen und 1989 keine Angst gehabt hatte, sich vor Tausende von Menschen zu stellen, um eine Protestrede zur friedlichen Demonstration auf dem Alexanderplatz in Berlin zu halten, ist mittlerweile bekannt als Professor Boerne aus dem Münsteraner Tatort und als Leadsänger der Band „Radio Doria“.

Jan Josef Liefers, den gebürtigen Dresdner, zieht es neben seiner Schauspielerei immer wieder durchs ganze Land. „Die Musik ermöglicht mir den direkten Kontakt zu den Menschen, den ich als Fernsehdarsteller nicht habe“, verrät Jan Josef Liefers.

Anlässlich der 30 Jahre Wiedervereinigung und des 20-jährigen Firmenbestehens von Krauß Event wird der beliebte Sänger und Schauspieler am 3. Juli mit seiner noch original besetzten Band „Radio Doria“ und einer ganz besonderen Songauswahl auf den Hauptmarkt nach Zwickau kommen.

„Ich war bereits mehrfach in Zwickau und freue mich sehr, in einem Konzert mit Lagerfeuer-Feeling den ganz persönlichen Kontakt zu meinen Fans zu haben“, so Liefers. Er scheut sich nicht davor, Kritik zu üben und so ist es wenig verwunderlich, wenn der engagierte 55-Jährige bemängelt, dass die Einigkeit von vor 30 Jahren in unserem Land langsam bröckelt und die Kluft zwischen Ost und West immer noch nicht abgebaut ist.

Die Zeit vor der Wende. Natürlich hat der Schauspieler die nicht vergessen, plaudert über den Sternrecorder, mit dem er im Westradio Songs aufnehmen konnte, die es in der DDR nicht zu hören gab. Lächelnd gibt er preis, dass ihn immer gewundert hatte, dass in den Waggons der Reichsbahn, Anweisungen auch auf Italienisch und Englisch zu lesen waren. Liefers: “Die habe ich auswendig gelernt, kann sie noch heute.” Und er erinnert sich an die Quarkkeulchen nach Omas Rezept, die es heute nicht mehr gibt.

Heute. „Obwohl es allen gut geht, vermisse ich die Zufriedenheit bei den Menschen,” sagt Liefers dann und spricht über die Lieder, die er auf seinen Konzerten singt.
Während er seine Rede für den Alexanderplatz in einer schlaflosen Nacht noch auf der Schreibmaschine seines Opas getippt hatte, bringt der Singer-Songwriter im Sommer nicht nur eigens geschriebene Lieder mit, sondern auch Songs, die in Zusammenarbeit mit anderen Musikern entstanden sind. Er plädiert damit für mehr Zusammenhalt unter den Menschen. „Heutzutage würde ich keine Rede mehr halten wollen, aber ich wünschte, es gäbe jemanden, der sich wie Martin Luther King vor die Leute stellen und sagen würde, was unsere Zukunftsvision für die nächsten Jahrzehnte ist.“

Eine Vision, die der Zwietracht in unserem Land keine Chance mehr gibt, weil alle wissen, warum es sich in unserem Land lohnt, hier in Frieden zu leben, zu arbeiten und gemeinsam zu feiern. Wer sich dieses Konzert der Extraklasse nicht entgehen lassen möchte, sollte sich frühzeitig über Krauß Event Karten sichern. sch

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