Jennifer versteht ihr Handwerk

Jennifer ist jetzt Staatlich geprüfte Glas- und Porzellanmalerin. Foto: Mike Päßler

Jennifer ist jetzt Staatlich geprüfte Glas- und Porzellanmalerin.
Foto: Mike Päßler

Crottendorf. Früher oder später steht jeder Jugendliche vor der alles entscheidenden Frage, welchen beruflichen Werdegang er einmal einschlagen soll.
Sie ist ihren Weg konsequent gegangen und hat es jetzt geschafft: Jennifer Sieber absolvierte ihre Ausbildung zur staatlich geprüften Glas- und Porzellanmalerin an der Glasfachschule in Zwiesel, wurde drei Jahre lang in Theorie und Praxis geschult – mit durchschlagendem Erfolg. Denn die junge Erzgebirgerin lieferte das beste Gesellenstück ihres Jahrgangs ab und bekam dadurch die einmalige Chance, am Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks (PLW – Profis leisten was) teilzunehmen. In dessen Rahmen musste die talentierte junge Frau ein Kür- und ein Pflichtstück abliefern.
Die Idee für das Kür-Motiv, eine Glasglocke, verziert mit einer Rose im 3D-Effekt, stammt aus dem Film „Die Schöne und das Biest“. Der Clou dabei ist, dass bei der Betrachtung der Eindruck entsteht, die Rose sei echt und im Glas eingeschlossen. Als Pflichtstück fertigte Jennifer eine Flakon-Flasche, welche sie mit einem außergewöhnlichen Fischmotiv verzierte. Mit ihren Werken überzeugte die junge Nachwuchs-Fachkraft die Jury und wurde mit den Titeln „2. Landessiegerin von Bayern“ und „Kammersiegerin der Handwerkskammer Niederbayern/ Oberpfalz“ belohnt. Damit erhielt sie zudem die Möglichkeit, in das Programm der Begabtenförderung aufgenommen zu werden, was ihr nun den Weg in die Meisterschule ermöglicht.
Gegenwärtig bereichert Jennifer den elterlichen Betrieb „Glas Sieber“ in Crottendorf, bleibt der Region also als gelernte Fachkraft erhalten – ein positives Beispiel, dem hoffentlich noch viele folgen werden.

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