Jetzt BOOMt es wirklich

Am Freitag wurde die vierte Sächsische Landesausstellung eröffnet. Foto: Alice Jagals

Zwickau. „Was lange währt, wird gut“, beginnt Thomas Spring, Kurator der Zentralausstellung, seine Rede zur Eröffnung der vierten Sächsischen Landesausstellung, die am heutigen Freitag gefeiert wurde. So gestaltete sich allein die Suche nach einem geeigneten Standort  als schwierig. Doch vor rund  3,5 Jahren fiel der Startschuss, dessen Resultat man nun bis Ende dieses Jahres in der Zentralausstellung im Audi-Bau in Zwickau sowie an sechs Satellitenstandorten sehen kann.

„Wir wollten keine bloße Technikgeschichte. Im Mittelpunkt sollte der Mensch stehen“ sagte Thomas Spring. Denn auch, wenn die Industrialisierung erst vor 250 Jahren begann, so dürfe man den vorherigen Zeitraum nicht außer Acht lassen. Nicht zuletzt deshalb, weil in Zwickau der Bergbau so präsent war, ergab es eine prima Verbindung zwischen dem gewählten Standort für die Zentralausstellung sowie die Namensgebung Boom für „Berggeschrey“.

Im Audi-Bau, direkt neben dem August-Horch-Museum, erleben die Besucher knapp 500 Objekte aus 500 Jahren sächsischer Industriekultur. Ein Mix aus Gemälden, Motoren, Fahrräder, Installationen, Fotos, Zeitungen, Maschinen, Stoffen, Berichte über das Konflikt-Geschehen und wahre Abgründe, aber auch Erfolgsgeschichten, wodurch sich Sachsen immer weiter entwickeln konnte. Doch wie es meist im Leben so ist, gibt es zwei Seiten der Medaille.Dennoch: „Wir können stolz sein auf die Entwicklung Sachsens“, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer bei der Eröffnung am Freitag.

Eingegliedert in sechs Themen bietet sich den Besuchern eine spannende Vielfalt. Die Autoindustrie, die Bergarbeitergeschichte und die Textilindustrie finden genauso ihren Platz wie die das Wirtschaftsgeschehen, die Eisenbahn und die mit all den Entwicklungen einhergehenden Dingen wie Arbeitsbedingungen, resultierenden Krankheiten oder aber auch der erstaunliche Erfindergeist. Genaueres erfährt man wiederum bei den Satellitenausstellungen: AutoBoom. im August Horch Museum Zwickau, MaschinenBoom. im Industriemuseum Chemnitz, EisenbahnBoom. im Schauplatz Eisenbahn Chemnitz-Hilbersdorf, KohleBoom. im Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge, TextilBoom. in der Tuchfabrik Gebr. Pfau Crimmitschau und SilberBoom. im Forschungs- & Lehrbergwerk | Silberbergwerk Freiberg.

Mit Mundschutz gewappnet wurde durch die Ausstellung geführt (Fotos: Alice Jagals):

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