Junge Narren gesucht

Bei Tanzgruppen gibt es kaum Nachwuchsprobleme. Aber für das Programm suchen die Faschingsvereine dringend weitere junge Faschingsfreunde. Foto: Uwe Wolf

Die Faschingsvereien der Region suchen dringend junge Narren für ihre Programme.  Bei Tanzgruppen gibt es hingegen kaum Nachwuchsprobleme.  Foto: Uwe Wolf

Region. Narren sind jetzt vielerorts zu sehen, denn die fünfte Jahreszeit ist in vollem Gange. Seit dem 11. 11 haben die Faschingsvereine das Sagen. Bis Aschermittwoch gibt es eine Vielzahl von Veranstaltungen, die nur einen Zweck haben, Stimmung, Humor und Frohsinn zu verbreiten. Nun ist die Region keine Faschingshochburg wie Mainz, Köln oder Düsseldorf, doch geben sich die Aktiven hierzulande mindestens ebenso viel Mühe bei der Programmgestaltung wie die großen Vereine im Rheinland. Von den Tanzgruppen abgesehen, sind es oftmals die ältere Generation, die für die Ausgestaltung der Bühnenprogramm sorgt. Wie steht es also um den närrischen Nachwuchs in der Region?

„Bei uns sieht es durchaus gut aus mit dem Nachwuchs im Verein“, so Constance Rau, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Karnevalsclub Rot-Weiß Hohenstein-Ernstthal e.v., kurz RoWeHe genannt. „Wir haben zwei Kinde rim Alter von 10 bis 13 Jahren dabei, die selbst Sketche mit aufbauen und mit ihren Vätern zusammen auftreten. Auch moderieren beide beim Kinderfasching.“

Im Männerballett kann der RoWeHe mit drei Jugendlichen im Alter 14/15 Jahre aufwarten. Bestens steht es um die Tanzgruppen. So gibt es drei Kindertanzgruppen mit insgesamt 38 Kindern und Jugendlichen im Alter von drei bis 14 Jahren. „Wir sind mit der Entwicklung sehr zufrieden“, sagte Constance Rau. Sie meinte, dass es in Bezug auf den Vereinsnachwuchs allerdings schwer sei, Jugendliche ab 16 Jahre in den Verein einzuführen. Wesentlich leichter falle das, wenn man die Kinder mit drei, vier oder fünf Jahren an das närrische Hobby ran führt.

Nachwuchssorgen plagen den Meeraner Carnevals Verein (MCV). In Spitzenzeit rund 50 Mitglieder zählend, besteht der Verein derzeit aus 21 Mitgliedern. „Nachwuchs zu finden ist schwierig“, sagte der Vereinsvorsitzende Jörg Müller. „Es sind vor allem die Kinder der Vereinsmitglieder, die im Verein mitarbeiten. Andere Jugendliche zu finden, ist sehr schwierig, denn die haben meistens ganz andere Interessen. Es ist wirklich schwer, Leute zu finden, die Humor haben, auf der Bühne auftreten wollen und auch Sketche oder anderes schreiben können“

Der MCV freut sich über jeden, der in den närrischen Reihen mitmachen will. Bei den Tanzgruppen sieht es anders aus. Diese sind eigenständige Vereine wie zum Beispiel der Tanzboden e.V. und haben nicht mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen.

Nachwuchs sucht auch der Niederfrohnaer Carnevals Club (NCC). 34 Mitglieder zählt der Verein. „Die Zahl ist stabil“, sagte Karsten Junghans, der im Verein für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. „Wir haben drei neue Kinder dabei. Sonst hält es sich in Bezug um den Nachwuchs in Grenzen. Wir sind froh über jeden Jugendlichen, der den Weg in unseren Verein findet und das erforderliche Interesse für den Fasching mit bringt.“

Günter Steinert, Chef des Glauchauer Carnevalclub e.V. am Stadttheater (GCC) merkte an, dass der Verein kaum Nachwuchssorgen hat. „Wir haben da kein Problem. Nur beim Männerballett sind wir auf Nachwuchssuche. Da brauchen wir Verstärkung.“ 80 Leute gehören zum GCC. In der Jugendgarde des Vereins sind Jungen und Mädchen, die vor allem über Werbung zum Verein kamen. „Dabei ist die Mund-zu-Mund Propaganda sehr entscheidend“, so Günter Steinert. „Wenn es den Jugendlichen bei uns gefällt wird es von ihnen weiter gesagt und dann kommen oft Freunde und Verwnadte oder Bekannt mit.“

Alle Faschingsvereine berichten von einem ungebrochenen Interesse der Besucher am Fasching. Die Besucherzahlend er Veranstaltungen können sich sehen lassen. Fast immer gibt es ein ausverkauft. Von 18 bis 80 ist das Alter der Gäste, die sich närrisch unterhalten lassen. uw

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