Kaufhof-Mitarbeiter wollen mit Menschenkette für Erhalt kämpfen

Bei der Entscheidung über das Kaufhof-Aus in Chemnitz ist das letzte Wort scheinbar noch nicht gesprochen. Gemeinsam mit Vertretern des Betriebsrates und der Gewerkschaft trat die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig am Dienstag in einem Pressgespräch vor das Kaufhof-Gebäude. Mit dem Ziel, um den Erhalt des Einkaufsgebäude zu kämpfen. „Die Entscheidung zur Schließung der Galeria Karstadt Kaufhof in Chemnitz ist für uns nicht nachvollziehbar. Sie ist intransparent und es gibt viele gute Argumente, warum der Chemnitzer Standort stark und zukunftsfähig ist“, so das Stadtoberhaupt.

Für die stellvertretende Betriebsratvorsitzende Silke Arnold und ihrem Team war die Nachricht über das Aus des Kaufhauses ein Schock, der immer noch tief sitzt, wie sie am Dienstag beim Pressegespräch vor dem Kaufhaus erzählte. „Nachdem der Chemnitzer Standort aufgezählt wurde herrschte eine ganze Weile Ruhe. Jeder war geschockt und wusste nicht, wie ihm geschieht.“ Silke Arnold weiß, wie viel das Kaufhaus für einige bedeutet hat. „So mancher ist seit seiner Ausbildung im Team. Da kann man sich vorstellen, dass die Schließung ein herber Schlag für uns alle war.“

Gleichzeitig riefen die Chemnitzerinnen und Chemnitzer, aber auch die Menschen in der Region eine Unterschriftenaktion ins Leben. Die stellvertretende Betriebsratvorsitzende Silke Arnold schätzt die Zahl der bisher gesammelten Unterschriften auf tausende. Zudem soll es am Freitag (26. Juni) gegen 17 Uhr eine Menschenkette auf dem Markt geben. Die Idee dazu stammt von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie deren Familien.

 

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