Kein verflixtes 7. Spiel: NINERS-Siegesserie geht weiter

NINERS-Coach Rodrigo Pastore hatte sein Team gewarnt, Tübingen zu unterschätzen. Fotos: Cindy Haase

Chemnitz. In der Ehe spricht man vom verflixten siebten Jahr. Ob es auch ein verflixtes siebentes Spiel im Basketball gibt,  sollte sich heute Abend in der Hartmannhalle zeigen. Die NINERS wollten auch in der 7. Partie der Saison der 2. Barmer Basketball Bundesliga ihre weiße Weste behalten. Die Gäste aus Tübingen hatten allerdings etwas dagegen.

Denn auch wenn der 14. Tabellenplatz der Tigers etwas anderes vermuten ließ, handelt es sich beim BBL-Absteiger um ein nicht zu unterschätzendes Team. NINERS-Headcoach Rodrigo Pastore hatte schon Vorfeld angemahnt, dass vor allem die Verteidigung den Ausschlag geben würde.

Karli überwacht den Freiwurf von Malte Ziegenhagen.

Doch auch offensiv zeigten die NINERS im ersten Viertel ihre Qualitäten. Robin Lodders war für sechs der ersten 12 Chemnitzer Punkte verantwortlich. Der Vorsprung betrug 2:00 vor Viertelpause 13 Zähler. Neun magere Punkte hatten die Tübinger bisher verbuchen können. Nach 10 Minuten stand es 29:15.

Der Lauf der NINERS ging auch im zweiten Spielabschnitt weiter. Die Chemnitzer zeigten, warum sie zu Recht Tabellenerster in der 2. Barmer Basketball Bundesliga sind. Schöne Angriffszüge gepaart mit aggressiver Verteidigung waren das Erfolgsrezept. Der Vorsprung stieg auf über 20 Punkte. Doch Tübingen legte auch eine Schippe drauf, so dass es letztlich mit 52:39 in die Halbzeitpause ging.

NINERS-Fans wussten um die Gefahr von Viertel drei. Vor zwei Wochen hatten die Chemnitzer ihren Gegner in dieser Phase wieder rankommen lassen. Doch dieses Mal blieben die Chemnitzer wachsam und bauten ihren Vorsprung sogar aus- 22 Punkte lagen sie Mitte des Viertels vorn.

Der verdiente Sieg geriet auch nie ernsthaft in Gefahr. Zu ausgeglichen präsentierten sich die Gastgeber. „Wir wollen die 100 sehen“, riefen die 2478 Fans gut gelaunt acht Minuten vor Ende. Und die Spieler machten Wünsche wahr. Mit einem Freiwurf machte Georg Voigtmann die 100 voll. „So was hat man lange nicht gesehen: so schön, so schön“, sangen die Fans glücklich.

Mit diesem 104:68-Sieg bleiben die NINERS auch nach sieben Saisonspielen ungeschlagen. Gleich fünf Chemnitzer Spieler punkteten zweistellig: Geburtstagskind Ivan Elliot (18 Zähler), Malte Ziegenhagen (18), Virgil Matthews (11), Matt Scott (10) und Kavin Gilder-Tilbury (17).

Das große Uffta nach dem Spiel – das gibt es nur bei besonderes tollen Erfolgen.

Schon nächste Woche können die Fans ihrer Mannschaft wieder zujubeln. Am 11.11. erwarten die NINERS um 17 Uhr mit den Hamburg Towers eines der Top-Teams der 2. Barmer Basketball Bundesliga.

Wegen des großen Ansturms mussten einige Fans mit Stehplätzen vorlieb nehmen.

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