Kinderstadt Chemnitz begeistert rund 600 Mädchen und Jungen

Die Kinder bauten sich nicht nur eigene Häuser aus Pappe und Holz sondern legten auch einen Tagesablauf und Regeln für das gemeinschaftliche Leben fest. Fotos: Cindy Haase

Chemnitz. Was wäre eine Stadt ohne Bürgermeister? Kein Wunder also, das bei der Kinderstadt Chemnitz, die bis zum vergangenen Freitag auf dem Sonnenberg zu Ende ging, auch so einer gewählt werden musste. Einer von ihnen war Marc Lang. „Ich habe Geld hergestellt und Jobs verteilt“, erzählt er von seinen verantwortungsvollen Aufgaben.

Marc war auch bei der Premiere der Kindestadt im letzten Jahr im Küchwald schon dabei und ist begeistert: „Das hat wieder viel Freude gemacht.“ Vier Wochen lang konnten er und andere Kinder von 9 bis 15 Uhr täglich auf dem Areal Tschaikowskistraße / Jakobstraße eine Stadt ganz nach ihren Wünschen errichten. Da wurden Häuser aus Pappe und Holz gebaut, Regeln für das Zusammenleben festgelegt und auch Aufgaben verteilt. Ziel des auxilium-chemnitz e.V., der die Kinderstadt als Projekt ins Leben gerufen hat, ist es, den Mädchen und Jungen Erfahrungen mit komplexen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Vorgängen zu machen.

Marc (l.) durfte auch eine Woche Bürgermeister sein.

Das kam an. „Ich war zwar nur drei oder vier Jahre hier, aber das war toll“, erzählte auch Ali. Die Betreuer seien sehr nett gewesen und er habe es toll gefunden, andere zu treffen und Freunde zu finden. Peter Bunke, der sich als einer von sechs Betreuern vier Wochen lang vor Ort war: „Mit rund 600 Teilnehmern wurden unsere Erwartungen übertroffen.“

Auch für 2020 ist eine Durchführung der Kinderstadt geplant. Auf dem Areal von 2019 wird diese aber nicht stattfinden können, denn dort wird bald eine Schule gebaut. „Aber wir wollen schon auf dem Sonnenberg bleiben“, verrät Peter Bunke. Das mit Fördermitteln umgesetzte Projekt sei auch so angelegt, dass es in einem sozialen Brennpunkt stattfindet. Von den 25 bis 30 Kindern, die dieses Jahr kamen, hatten auch viele einen Migrationshintergrund. Problematisch sei das aber nicht gewesen. „Es gab ganz normale Konflikte wie sie eben unter Kinder auftreten“, erzählt Bunke. Auch die Teilnehmer betonen, dass sie sich gut verstanden hätten.

Blick in Alis Hüte.

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