Klinikum Chemnitz bekommt drittes ambulantes Krebszentrum

Patienten mit Tumoren in Lunge oder Brustkorb können am Klinikum Chemnitz ab Januar ambulant behandelt werden. Symbolfoto: pixabay.com

Sachsenweit einmalig: 3. ambulantes Krebszentrum in Chemnitz

Chemnitz. ASV. Drei Buchstaben, die die Behandlung von Krebspatienten deutlich vereinfachen. Die Ambulanten Spezialfachärztliche Versorgung am Klinikum ermöglicht Diagnose und Therapie, ohne dass eine stationäre Aufnahme erfolgen muss. Sprecherin Sandra Czabania: „Die Patienten können anschließend wieder nach Hause. Und sollte es einem Patienten plötzlich schlechter gehen – während der Diagnose, der Therapie, auch davor oder danach – ist die Anbindung ans Klinikum da und die stationäre Aufnahme ist ebenfalls schnell in die Wege geleitet. Es geht für die schwerkranken Patienten um ein großes Stück Lebensqualität und um Sicherheit für den Ernstfall.“

Nachdem bereits Patienten mit Tumoren des Verdauungstraktes und der Bauchhöhle sowie Patientinnen mit gynäkologischen Tumoren und Brustkrebs am Klinikum in einer ASV versorgt werden können, wird jetzt sachsenweit die erste Einrichtung für Menschen eingerichtet, die an Lungen- oder Brustkorb-Krebs leiden. Im Januar soll alles funktionsfähig sein.

Das Kern-Team unter der Leitung von Dipl.-Med. Sabine Huth, Oberärztin der Klinik für Innere Medizin IV (Pneumologie) des Klinikums Chemnitz, hat 35 Mitglieder, weitere 32 Ärzte und Psychologen können bei Bedarf hinzugezogen werden. Insgesamt sind an der Diagnostik und Behandlung Vertreter von rund 20 Fachdisziplinen beteiligt, darunter Pneumologie, Thoraxchirurgie, Hämatologie/Onkologie sowie die Strahlentherapie. Neben Spezialisten aus dem Klinikum sind auch niedergelassene Fachärzte sowie Fachärzte aus regionalen Krankenhäusern Teil des Teams. Jedes Mitglied muss besondere Qualifikationen und ausreichend Erfahrung in der Versorgung von Krebspatienten nachweisen.
„Wir freuen uns, die ambulante Behandlung für Krebspatienten in Südwestsachsen gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern weiter zu verbessern. In der ASV wird eine fachübergreifende und wohnortnahe Versorgung durch erfahrene Spezialisten angeboten“, sagt Dr. Thomas Jendges, Geschäftsführer des Klinikums Chemnitz. „Die Patienten profitieren zudem von neuen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden sowie der 24-Stunden-Notfallversorgung des Klinikums.“
Für Patienten, welche vorab stationär im Klinikum Chemnitz behandelt wurden, wird der Übergang zur ambulanten Betreuung deutlich einfacher – sie benötigen keinen Überweisungsschein. Daneben gibt es eine Reihe weiterer Vorteile für die Patienten wie eine zügige Terminvereinbarung und eine schnellere fachärztliche Versorgung. Das ASV-Team übernimmt die zeitnahe Planung der erforderlichen Behandlungsschritte.

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