Kolumne: Bürolette hält sich fit

Die erste Woche im Büro ohne den gewohnten Gang ins Fitnessstudio am Morgen ist geschafft. War es leicht? Keineswegs. Habe ich geschwitzt? Ohja! Zu Beginn habe ich gedacht, ach, Homeworkout in den eigenen vier Wänden, wo liegt das Problem, bitte? Doch beim Blick in meine Einraumwohnung ratterte es dann aber doch bei mir …

Hab ich überhaupt genug Platz? Reicht mein minimal angesammeltes Sport-Equipment, das noch in irgendeiner Schublade im Kleiderschrank darauf wartet, wieder in den Arm genommen zu werden? Tatsächlich, in einer kleinen Box, hinter den „gar nicht vielen“ Schuhen, bei den verwaisten Schukartons, lagen sie: ein Stretchband und eine zwei Kilo schwere Kettleball. Damit Krafttraining machen? ganz schön sportlich. Aber wie wir inzwischen täglich im Alltag der Corona-Krise wissen, ist Improvisation und Kreativität gefragter denn je.

Mein Tipp also: Wer ebenso nur ein kleines Sammelsurium an Fitness-Geräten hat oder sich nicht im Online-Shop über das Wort „ausverkauft“ ärgern will, der sollte einfach nochmal ganz genau, einen Blick in jede Ecke seiner Wohnung bzw. seines Hauses werfen:

 

Alltagsgegenstände, die sich bestens für das eigene Home-Workout eignen:

1. Ein Rucksack oder eine Tasche lassen sich optimal mit Gewichten, wie Bücher, volle Flaschen oder sonstige schwere Gegenstände füllen. Beanspruchte Körperpartien: Unterkörper, Schultern, Brust, Bauch, Arme

2. Wasserflaschen bzw. Wasserkiste/Sixpack eignen sich hervorragend als Ersatz für Hantelscheiben und Stangen. Beanspruchte Körperpartien: Unterkörper, Schultern und Brust

3. Stretch-/Therabänder geben auch ohne Extra-Gewicht einen optimalen Widerstand. Übungen mit den elastischen Bändern lassen sich überall durchführen, stärken gezielt einzelne Körperpartien und können je nach Trainingslevel in unterschiedlichen Stärken gewählt werden.
Beanspruchte Körperpartien: Unterkörper, Schultern und Rücken

4. Bücher gelten ebenfalls als eine gute Alternative zu den Gewichten aus dem Sportclub. Beanspruchte Körperpartien: Unterkörper, Brust, Schultern, Arme und Bauch

5. Springseile eignen sich sowohl als Aufwärmung vor den Übungen als auch perfekt für das Auspowern am Ende, 5 bis 10 Minuten sind dabei völlig ausreichend.

6. Mit einem Pezziball lässt sich der gesamte Körper trainieren. Vor allem zur Stärkung des Rückens ist der Pezziball eine gute Option.
Beanspruchte Körperpartien: Unterkörper, Schultern, Bauch

7. Die Couch, das Bett oder der Stuhl bilden gute Oberflächen für verschiedene Übungen.

Als Gewicht für die Ausfallschritte einfach einen mit Wasserflaschen oder Bücher gefüllten Rucksack bzw. eine Reisetasche über die Schultern tragen. Jedes Bein mit Auf- und Abbewegungen und 3×15 Wiederholungen belasten.
Fotos: Privat

Während der Kniebeugen ein Sixpack Wasserflaschen (Gewicht: 9 kg) in der Mitte des Körpers halten. Zur Verstärkung des Gewichts hilft ein Theraband, das um die Beine bis zu den Oberschenkeln getragen wird: 3×12 Wiederholungen.

Die Schulterblätter auf die Couch legen, Rücken gerade halten und den Rucksack auf die Leiste legen. Danach mit Auf- und Abbewegungen 3×12-15 Wiederholungen..

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