Kulturelles Erbe erhalten

Ministerpräsident Michael Kretschmer, die Landtagsabgeordnete Ines Springer und der Bundestagsabgeordnete Carsten Körber gemeinsam mit Waldenburgs Bürgermeister Bernd Pohlers bei der Innenbesichtigung des Marstalls. Foto: Uwe Wolf

Waldenburg. Der Marstall in Waldenburg ist derzeit alles andere als schön anzusehen. Doch die Immobilie soll saniert werden. Es soll das „Forum Waldenburg“ werden, eine Heimstatt für Wissenschaft, Kunst und Kultur. Geplant ist ein Museum mit Ausstellungsflächen, eine Bildungseinrichtung und ein Forschungsinstitut. Im Mittelpunkt soll das Nahebringen von Kunst vor allem an Kinder und Jugendliche und die Erforschung der Kunst in der sowjetischen Besatzungszone und späteren DDR sein.

Einer, der sich führend für die Erhaltung und Sanierung des Ensembles einsetzt ist Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer. „Mit Gemeinde, Bund und Landkreis sind wir uns einig, gemeinsam das Gebäude in Ordnung zu bringen“, sagte der Ministerpräsident bei einem Besuch vor Ort. „Die Stadt Waldenburg erhält über das Bund-Länger-Programm »Städtebaulicher Denkmalschutz« bis 2024 Bundesmittel in Höhe von 12 Millionen Euro für die Sanierung des Gebäudekomplexes Marstall. Und auch der Freistaat gebe seinen Anteil dazu. Die Finanzierung ist zu 100 Prozent abgesichert.“

Gemeinsam mit Bürgermeister Bernd Pohlers, der Landtagsabgeordneten Ines Springer und dem Bundestagsabgeordneten Carsten Körber besichtigte Michael Kretschmerr das Anwesen. „Früher war es der Wirtschaftshof des Schlosses. Später befanden sich MAS, MTS und zuletzt der Kreisbetrieb für Landtechnik im Marstall“, erläuterte Bürgermeister Bernd Pohlers. Mitte der 90er Jahres sei alles leergezogen worden.

Zwischenzeitlich gab es viele Ideen für eine Nachnutzung des Objektes, doch letztendlich zerschlug sich alles. Schließlich erwarb die Kommune 2005 für einen symbolischen Preis den Marstall. Nnmehr soll die Immobilie für rund 30 Millionen Euro saniert werden. Dafür kommen 12 Millionen Euro vom Bund. Weiterhin will sich ein Sammler aktiv in die Finanzierung einbringen. „Die dann noch offene Finanzierungslücke wird der Freistaat schließen“, erklärte Kretschmer. „Jede Generation muss einen Beitrag für das kulturelle Erbe leisten. Es ist eine Entscheidung, ob man etwas verfallen lässt oder neu nutzt.“

Bis die zugesicherten Fördermittel fließen sind noch einige Kriterien zu erfüllen. So muss unter andereme in Betreiberkonzept vorgelegt werden. „“Lassen sie sich Zeit damit“, wandte sich Michael Kretschmer an den federführenden Verein „Schlossanlagen Waldenburg“. „Alles schön Step by Step. Die bisher vorliegenden Dinge sind eine gute Grundlage für die weitere Arbeit.“ uw

 

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