Kulturhauptstadt-Bewerbung: Stadtrat stimmt über grundlegende Inhalte ab

Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (r.) und Projektleiter Ferenc Csàk mit dem offiziellen Magazin zur Bewerbung Chemnitz 2025. Foto: Cindy Haase

Chemnitz. Chemnitz will Kulturhauptstadt 2025 werden. Bis 30. September 2019 müssen die Bewerbungsunterlagen bei der Kulturstiftung der Länder eingereicht werden. Doch bevor es soweit ist, wird am 6. März 2019 zunächst der Chemnitzer Stadtrat über die grundlegenden Inhalte der Bewerbung abstimmen. Die Entscheidung darüber, welche deutsche Stadt Kulturhauptstadt wird (zu den sächsischen Mitbewerbern gehören Zittau und Dresden) wird Ende 2020 fallen.

In einer mehr als 30-seitigen Beschlussvorlage haben die Einreicher, zu denen neben Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig auch die Bürgermeister & Dezernatsleiter Sven Schulze, Miko Runkel, Ralph Burghardt und Michael Stötzer gehören, dargelegt, wie ausgewählte Fragen des sogenannten Bewerbungsbuches beantwortet werden sollen. Zu diesen zählen neben den Gründen für die Bewerbung u.a. auch Fragen zu Strukturen, zur Kulturstrategie und zur Finanzierung.

“Wenn wir Kulturhauptstadt sind, werden auch Chemnitzer, die noch etwas skeptisch sind, ihre Stadt in einem anderen Licht sehen”, ist Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig überzeugt. Die Bewerbung werde die Stadt wesentlich mehr voran bringen als kosten. Das sieht auch Ferenc Czàk so. Der Projektleiter hat zwischen 200 und 300 Mitsteiter, die er “Familie Kulturhauptstadt” nennt, hinter sich versammelt, die wiederum stellvertretend für Tausende Menschen stehen. Die Bewerbung der Stadt, die unter dem Titel “AUFbrüche” steht, werde Chemnitz nachhaltig in vielen Bereichen verändern. Der Kulturhauptstadt-Prozess wird als Motor für die Regionalentwicklung verstanden. Ziele der Bewerbung werden auch als Ziele für den Wirtschaftsstandort betrachtet: Lebensqualität, Internationalisierung, “Lust auf Chemnitz machen”, Innovation und Pioniergeist.

Da sich der Stadtrat im Januar 2017 fast einstimmig für die Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2025 aussprach, ist eine fraktionenübergreifende Zustimmung für die jetzige Beschlussvorlage auch am 6. März 2019 zu erwarten.

Tipp
Am Samstag, 2. Februar 2019, wird das Bewerbungsjahr mit einer “Hauptstadt-Party” gestartet. Ab 20:25 Uhr wird es im Weltecho ein Gespräch zum Thema geben. Außerdem erwartet Besucher ab 22 Uhr Musik von DJs aus den aktuellen Kulturhauptstädten Europas: Damiano aus Matera in Italien und George aus Plovid in Bulgarien.

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