Kunstpreis zu Ehren von Karl Schmidt-Rottluff wird erneut verliehen

Künstler Michael Morgner (r.) mit dem Stifterehepaar Sonja und Dr. Jürgen Oehlschläger. Das Bild übergab Morgner als Schenkung an den Chemnitzer Hof. Fotos: Cindy Haase

Chemnitz. Michael Morgner war im letzten Jahr der erste Preisträger des mit 20.000 Euro dotierten „Kunstpreis zu Ehren von Karl Schmidt-Rottluff Chemnitz“. Nun wird ein würdiger Nachfolger für den Chemnitzer Künstler gesucht. Denn im Jahr 2020 soll erneut der genannte Kunstpreis verliehen werden. Der Preisträger steht noch nicht fest, soll aber eine bedeutende Position in der Gegenwart erarbeitet haben.

Eine Kooperationsvereinbarung zwischen Stiftung und Chemnitzer Hof (hier Inhaber Hans J. Naumann bei der Unterschrift) besiegelt den Austragsungsort der zukünftigen Preisverleihungen.

„Ich würde mir wünschen, dass ein Lebenswerk gewürdigt wird“, sagt Michael Morgner und spricht sich gegen den Hype von Nachwuchskünstlerpreisen aus. Er selbst wurde im vergangenen Jahr von den Gründern der Stiftung zu Ehren von Karl Schmidt-Rottluff, Sonja und Dr. Jürgen Oehlschläger ausgewählt.

„Bei Morgner haben wir eine legitime Ausnahme gemacht“, so Sonja Oehlschläger zur Entscheidung von 2018. In Zukunft soll aber eine Jury von geplanten fünf Mitglieder über den Preisträger entscheiden. Bisher steht allerdings erst ein Mitglieder der Jury fest: Michael Morgner. Dieser hat auch schon einen Einfall für eine mögliche Tradition. „Meine Idee wäre, dass der Preisträger jeweils seinem Nachfolger eins seiner Werke schenkt.“ Damit werde dann so eine Art Staffelstab übergeben. „Man wünscht sich immer, dass man stolz ist auf seinen Vorgänger und auf seinen Nachfolger“, weiß er um die Schwierigkeit der Auswahl des richtigen Kandidaten.

Konkrete Vorgaben für den Preisträger gibt es nicht, außer dass es ein noch lebender Künstler sein muss. Er oder sie könne aus ganz Europa stammen und auch die Stilrichtung sei nicht festgelegt. Ob nun Maler, Grafiker oder Bildhauer – all das sei der Jury überlassen, so Sonja Oehlschläger. Bekannt gegeben werden soll der Preisträger Ende des ersten Halbjahres 2020.

Fest steht indes schon, wann und wo die Preisverleihung stattfindet. Aufgrund einer am Dienstag besiegelten Kooperation zwischen der Stiftung und dem Hotel Chemnitzer Hof wird die Ehrung am 20. November 2020 in dem renomierten Haus überreicht. „Das Haus hat bei der ersten Preisverleihung 2018 bewiesen, dass es in seiner architektonischen Schönheit und mit seinem herausragenden Service ein würdiger Austragungsort für eine über Chemnitz und Sachsen hinaus strahlende Veranstaltung ist. Entsprechend wollen wir auch die künftigen Preisverleihungen – und zunächst die Preisverleihung 2020 – hier feiern“, erklärt die Stifterin.

Damit trage man auch der Tatsache Rechnung, dass Prof. Dr.-Ing. Hans J. Naumann als Inhaber und Geschäftsführer des Hotels und als Privatperson die Stiftungsarbeit in der Vergangenheit unterstützt habe. Ein Schild am Haupteingang des Hotels weist nun auch auf die Kooperation hin.

Noch ein weiterer Partner wurde zudem mit ins Boot geholt: Die neuen Universitätsbibliothek. Diese ensteht derzeit in der Alten Aktienspinnerei und soll am 1. Oktober 2020 seiner Bestimmung übergeben werden. „Die Idee einer Verbindung zwischen Kultur und Wissenschaft ist eine super Idee“, war Angela Malz, Direktorin der Universitätsbibliothek sofort begeistert von der Vorstellung, einer Ausstellung.

Das neue Schild am Haupteingang des Hotels kommt bei den Verantwortlichen gut an.

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