Lebendige Bergbau-Tradition

(v.li.n.re.) Bürgermeister Harald Wendler, Andreas Pfeiffer, 1. Vorsitzender der Bergbrüderschaft Geyer, und Andreas Rössel, Leiter der AG Berg- und Hüttenmännischen Schauanlagen während der Übergabe der Plakette. Foto: André Kaiser

Geyer. Zwar gehört das einstige „Berggeschrey“ heute der Geschichte an. Die Bergbau-Tradition ist jedoch dank vieler enthusiastischer Vereine, die diese hegen und pflegen, lebendiger dennje. Umso mehr sollte deren ehrenamtliches Engagement gewürdigt werden.

Der Bergbrüderschaft Geyer gehören etwa 40 Männer, Frauen und Kinder an. Gemeinsam repräsentieren sie die lebendige Bergbautradition im Erzgebirge. Ob bei Bergaufzügen, Veranstaltungen, Zusammenkünften oder Arbeitseinsätzen: Bei allem steht eines im Vordergrund – das Vermächtnis unserer Vorfahren zu ehren und nach außen zu tragen. Umso schöner ist es, wenn die Leistung dann auch Anerkennung erfährt, so wie letzten Samstag (17. Juli).

Im Rahmen einer feierlichen Stunde am Huthaus an der Binge, dem neuen Domizil des Vereins, und im Beisein unter anderem von Harald Wendler, Bürgermeister und Ehrenmitglied der Bergbrüderschaft Geyer, Clara Anne Bünger von der Fraktion DIE LINKE und Persönlichkeiten des Landesverbandes sowie einer dem Anlass gebührenden Abordnung an Mitgliedern der Bergbrüderschaft Geyer überreichte Andreas Rössel, Leiter der AG Berg- und Hüttenmännische Schauanlagen, dem Vorsitzenden des Vereins Andreas Pfeiffer die Plakette des Sächsischen Landesverbandes der Bergmann-, Hütten- und Knappenvereine. Dabei würdigte Andreas Rössel die Arbeit der Bergbrüder und betonte, dass auch sie und die Binge, das einzige begehbare Bergwerk in Deutschland, in das nicht eingefahren werden muss, Teil der Montanregion Erzgebirge/Krušznohori sind. Mit der Plakette, die nun gut sichtbar am Bingeeingang befestigt wird, gehört das Gelände der Binge ab sofort offiziell zu den „Berg- und Hüttenmännischen Schauanlagen“.

Großartiger Tag für Binge und Verein

„Für die Stadt und unseren Verein ist dies ein großartiger Tag“, freute sich der Vorstand, den im Anschluss noch eine Überraschung erwartete. Clara Anne Bünger hatte einen Scheck über 200 Euro im Gepäck, den sie dem Verein überreichte. Danach ließen sich die Anwesenden noch von Andreas Pfeiffer durch die Binge führen.

Alles in allem ein gelungener Auftakt für die nächsten Vorhaben der Bergbrüderschaft Geyer, die bedingt durch die vielen Auflagen lange keine Aktivitäten durchführen konnte.

Impressionen des Festaktes

Die Abordnung der Bergbrüderschaft Geyer

Andreas Pfeiffer (links) nimmt von Andreas Rössel die Plakette entgegen

Hier erhält Andreas Pfeiffer von Clara Anne Bünger den Scheck.

Beim anschließenden Fototermin: Clara Anne Bünger von der Fraktion DIE LINKE (Mitte) in angemessener Tracht gemeinsam mit zwei Frauen der Bergbrüderschaft Geyer und einem kleinen Bergmann.

Neben der Plakette und dem Scheck erhielt die Bergbrüderschaft Geyer zudem einen „edlen Tropfen“.

 

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