Lebensgefährlicher Hagel im Erzgebirge?

Forscher warnen vor zehn Zentimeter großen Hagelkörnern. Das Erzgebirge gilt als Hochrisikozone. Foto: pixabay.com

Erzgebirge Hochrisiko-Zone für lebensgefährlichen Hagel

Von Sven Günther
Erzgebirge. Seriöser kann eine Quelle für Nachrichten kaum sein. Der Deutschlandfunk berichtete am Donnerstag kurz nach 16.30 Uhr in seiner Sendung “Forschung aktuell” über eine Studie, die im Auftrag der Münchner Rückversicherung und des Europäischen Umwelt-Labors mit Sitz im oberbayerischen Wessling durchgeführt wurde. Das Thema: Hagel. Die Quintessenz formuliert Volker Mrasek vom Sender so: “Hagelkörner werden in Zukunft größer. Die Folge ist ein wachsendes Risiko: Bei Durchmessern von um die zehn Zentimetern birgt Hagel eine Verletzungsgefahr für Menschen.”

Im Beitrag wird der niederländische Meteorologe Pieter Groenemeijer so zitiert: “„Wir sind auf einen Fall in Rumänien gestoßen: 1997 wurden dort vier Menschen getötet. Von Hagelkörnern, die vermutlich 13 bis 14 Zentimeter groß waren, also wirklich gigantisch. Das sind Ausnahmen. Aber es ist schon so, dass Hagelschlag jedes Jahr Menschen verletzt.
Das berühmteste Beispiel ist sicher das Hagelunwetter 1984 in München. Damals kamen 400 Menschen zu Schaden. Ich denke, wenn Hagelkörner größer werden, dann steigt in Zukunft auch das Risiko für solche Verletzungen.“

Schließlich geht Autor Mrasek auf Deutschland ein, sagt: “In Deutschland sind vor allem die Schwäbische Alb und das Erzgebirge so etwas wie Hochrisikozonen für starken Hagel. Vor allem dort sollte sich die Bevölkerung auf wachsende Gefahren einstellen, raten die Forscher. Bei Neubauten sollten am besten nur noch Dächer und Fassaden zum Einsatz kommen, deren Material hagelfest sei.”

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