Lebensgefährlicher Verkehr

In Burkhardtsgrün schleuderte eine Postbotin (61) am 17. Juni diesen Jahres mit ihrem VW-Transporter in einer Kurve von der Straße. Der Wagen stürzte einen fünf Meter tiefen Abhang hinunter, ladete auf einem Pavillon. Die Frau verletzte sich schwer. Schaden: 30.000 Euro. Foto: Daniel Unger

Täglich 145 Unfälle in Sachsen

Region. Nach neuen Zahlen des Statistischen Landesamtes (STALA) Kamenz gab es im ersten Halbjahr in Sachsen 53.172 Verkehrsunfälle. Das sind 863 mehr als von Januar bis Juni 2018.
Viola Marusch vom STALA: “Allerdings sank die Zahl der Personen, die bei den Unfällen zu Schaden kamen.” 8073 waren es in diesem Jahr.
84 Personen verloren bei einem Unfall ihr Leben und damit fünf weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Darunter waren 19 Senioren im Alter von 75 und mehr Jahren, 12 weniger als vor einem Jahr. In der Altersgruppe 55 bis unter 60 Jahre stieg dagegen die Anzahl der getöteten Straßenverkehrsteilnehmer um sieben auf zwölf, darunter neun Männer.
In Südwestsachsen passierten die meisten Unfälle im Erzgebirgskreis (4342), bei denen vier Menschen starben und 513 verletzt wurden. Es folgen Zwickau (4282 Unfälle, fünf Tote, 559 Verletzte), Mittelsachsen (4088 Verletzte, acht Tote, 541 Verletzte), Chemnitz (4007 Unfälle, vier Tote, 532 Verletzte) und der Vogtlandkreis (3393 Unfälle, neun Tote, 433 Verletzte).

Deutlich angestiegen ist die Zahl der getöteten Fußgänger, und zwar um fünf auf 19. Fast die Hälfte von ihnen war 65 Jahre oder älter (neun und damit genau so viel wie von Januar bis Juni 2018). Auch zwei Kinder unter 15 Jahren kamen im Betrachtungszeitraum bei Verkehrsunfällen als Fußgänger ums Leben. Die Anzahl der schwer- und leichtverletzten Fußgänger ging dagegen um jeweils rund neun Prozent zurück.
Gesunken ist die Zahl der getöteten Fahrer und Mitfahrer von Motorzweirädern. Starben im ersten Halbjahr 2018 noch 15 Personen auf einem Motorzweirad, waren es im gleichen Zeitraum 2019 drei weniger. Allerdings wurden fast vier Prozent mehr Nutzer von Motorzweirädern schwer verletzt.
Ebenfalls gesunken ist die Zahl der getöteten Fahrradnutzer. Mit 14 Personen starben sechs weniger gegenüber dem sehr hohen Vorjahreswert von 20. Auch die Anzahl der Schwerverletzten ging hier deutlich zurück (um 7,4 Prozent).

Die meisten Personen wurden bei Unfällen verletzt, die aufgrund von Vorfahrtsfehlern passierten. Das waren 1356. Es folgen Unfälle beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren mit 1196, Raserei mit 1018 Fällen und zu geringer Sicherheitsabstand mit 926 Fällen. 305Unfallverursacher waren betrunken, 28 standen unter illegalen Drogen, 50 waren übermüdet.

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