Letzter Wunsch: Noch einmal das Meer sehen

Vivien und Mathias Mischo erfüllen einem sterbenskranken Erzgebirger einen letzten Wunsch: Noch einmal das Meer sehen. Foto: ASB

Vivien und Mathias Mischo erfüllen einem sterbenskranken Erzgebirger einen letzten Wunsch: Noch einmal das Meer sehen.
Foto: ASB

Wünschewagen – Letzte Wünsche wagen!

Erzgebirge. Noch einmal das Meer sehen. Noch einmal zum kleinen Schrebergarten, zu den selbst gepflanzten Bäumen. Noch einmal zum Fußballspiel des Lieblings-Vereins. Letzte Wünsche von sterbenskranken Menschen, die jetzt in Sachsen in Erfüllung gehen können.

Seit dem 1. Dezember ist der Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) unter dem Motto „Letzte Wünsche wagen“ auch im Freistaat unterwegs. Kostenlos. Auf Spendenbasis. Für jeden da, der am Lebensende noch ein kleines Glück spüren möchte.

So wie ein Mann (58) aus dem Erzgebirgskreis, der an unheilbarem Krebs leidet und dessen Tage gezählt sind. Er war der erste, der mit dem Wünschewagen unterwegs war: Aus dem Gebirge direkt an die Ostsee. Projektleiter Thomas Höhne von ASB: „Als er noch gesund war, verbrachte er Jahr für Jahr seinen Urlaub auf dem Darß. Er wollte sein Ferienparadies einfach noch einmal sehen. Wir konnten ihm den Wunsch erfüllen.“

Die Idee der Wünschewagen stammt aus Holland, wo sie seit zehn Jahren unterwegs sind. Seit 2014 gibt es sie im Ruhrgebiet, jetzt in Sachsen.

Mit dem Wünschewagen wünsche Wagen. Foto: ASB

Mit dem Wünschewagen wünsche Wagen.
Foto: ASB

Höhne: „Die Palette der Wünsche ist breit. Wir bringen Menschen zu ihren Gärten, weil sie noch einmal sehen wollen, wie die selbst gepflanzten Bäume gewachsen sind. Oder wir fahren Senioren noch einmal zum 50. Geburtstag der Kinder, für den sie sich frisieren lassen, schick anziehen und ein paar Stunden Freude erfahren. Vielleicht zum letzten Mal in ihrem Leben.“

Freude, die nur noch einen winzigen Platz im Leben der Sterbenskranken hat. Karsten Pacholeck, der Chef des ASB im Erzgebirgskreis: „Mit dem Wünschewagen haben wir ein Alleinstellungsmerkmal. Keine andere Organisation bietet ein ähnliches Projekt an. Der Wagen und die Fahrten werden komplett über Spenden finanziert und die Patienten von ehrenamtlichen Helfern, die speziell geschult sind, begleitet.“

Vivien und Mathias Mischo saßen während der ersten Fahrt in Sachsen mit dem Erzgebirger in Richtung Ostsee im Wünschewagen, waren immer für ihn da, kümmerten sich auch um die Quartiere, die auf der für den Patienten langen Strecke notwendig waren. Als sie das Meer rauschen hörten, freuten sie sich, dem Sterbenskranken den letzten Wunsch erfüllt zu haben.

Einen kleinen Wunsch hat auch Karsten Pacholeck: „Schön wäre, wenn sich im Erzgebirge Spender finden würden, die das Projekt Wünschewagen unterstützen. Auch ehrenamtliche Begleiter sind uns immer willkommen.“

Es gibt viele Menschen, die noch einmal das Meer sehen wollen…

So erreichen Sie den Wünschewagen:

Hotline: 0341/686868

oder unter der

E-Mail:

Hier erfahren Sie mehr zum Wünschewagen
http://wuenschewagen.com/

und zum Arbeiter-Samariter-Bund
https://www.asb.de/de

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