Licht und Schatten bei Veilchen – Athleten

Mannschaft, Betreuer und mitgereiste Fans beim letzten Saisonwettkampf in Lübtheen. 15 Anhänger hatten die 500-Kilometer-Reise nach Mecklenburg nicht gescheut. Insgesamt sorgten über 800 Zuschauer für prächtige Stimmung.Foto: FCE, Abteilung Ringen

Die Zweitligasaison 2016 beendete die erste Athleten der Ringermannschaft des FC Erzgebirge mit 23 Punkten als Tabellenfünfter der Nordstaffel. „Gold“ geht an RSV Rotation Greiz (30 Zähler). Am letzten Wettkampfwochenende hatten es die Veilchen – Atlethen selbst in der Hand, Platz drei und damit das selbstgesteckte Saisonziel zu schaffen. Doch mit der 0:2-Niederlage beim RV Lübtheen am 17. Dezember platzte der Traum. Dennoch ist man in der Abteilung nicht unzufrieden.

„Eine so ausgeglichene Liga gab es schon ewig nicht mehr, die ersten sechs Teams lagen bis zum Schluss ganz dicht beieinander. Viele Konkurrenten hatten sich gut verstärkt“, attestiert Trainer Björn Schöniger den Vereinen gewachsene Qualität. Was die Niederlage in Lübtheen betrifft, räumt der Coach ehrlich ein: „Die Norddeutschen waren sportlich einfach besser an dem Tag. Da sind auch Verletzungspech und 800 frenetische Lübtheen-Fans keine Ausreden.“ Vielmehr hätten im Saisonverlauf kleine individuelle Dinge den Ausschlag gegeben. „Momente, in denen dieser oder jener mal nicht 100 Prozent abgerufen hat“, so des Trainers Kritik.

Eine schwere Saison für die Auer Athleten

FCE-Abteilungsleiter Sören Ullrich ist zumindest halb zufrieden mit dem Abschneiden der Auer im Jahr 2016: „Rang fünf ist für unseren Anspruch natürlich zu wenig, aber wir haben uns gut verkauft. Vor allem zu Hause waren wir wieder eine Macht, nur ein Kampf ging verloren. Auch finanziell war es ein gutes Jahr, mit im Schnitt über 350 Zuschauern in der BSZ-Halle und soliden Eigeneinnahmen aus Sponsoring und dem Catering zu den Heimkämpfen.“

Athleten bauen auf ihre Fans

Manager Hans-Ullrich „Dino“ Becher hebt die eigenen Anhänger hervor: „Wir haben sehr treue Fans, viele haben uns auch zu den Sachsenderbys begleitet. Aber sogar in mecklenburgische Lübtheen begleiteten uns 15 Freunde, bis da rauf sind es immerhin rund 500 Kilometer. Mit der Gruppe unter dem Namen ,Aue Ringen – Wir sind die Fans’ haben wir nun sogar einen eigenen Fanclub.“ Geschäftsführer Sven Leistner schwärmt von der neuen sportlichen Klasse der 2. Bundesliga, Staffel Nord: „Ich kann mich nicht erinnern an derart viele spannende Team- wie auch Einzelkämpfe. Oft wurden Wettkämpfe erst im letzten Kampf entschieden. Auch, dass wir Auer erstmals seit drei Jahren wieder einen Heimkampf verloren, und zwar gegen Markneukirchen, spricht dafür.“

Wer waren die besten Athleten?

Befragt nach den besten Athleten, nennt Sören Ullrich zuerst den 22 Jahre jungen Brian Bliefner. Nicht ohne Grund sei der 75-Kilo-Freistilmann Publikumsliebling in Aue. Mit dem Polen Mateusz Filipczak hebt der Abteilungsleiter einen weiteren jungen Kämpfer hervor: „Der 23-Jährige ist ein stabiler Punktegarant, ein sympathischer Teamplayer.“ Und mit Nico Schmidt bekommt auch der Älteste im Kader Lob: „Unser Kapitän ist mit 38 Jahren noch immer ein Vorbild.“ Nicht zu vergessen Philipp Herzog, der bei den Deutschen Meisterschaften die Silbermedaille errang. Eingeschlagen hätten auch die Neuzugänge, speziell Rolf Linke und Emanuel Krause. Mit Pierre Vierling haben die Veilchen sogar einen Vizeweltmeister in den Reihen; der Erzgebirger war bei der WM der Veteranen in Finnland erfolgreich. os

Alle Informationen den Athleten und zur Abteilung Ringen des FC Erzgebirge Aue unter: http://www.aue-ringen.de

 

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