Marquez gilt es zu schlagen

Ihn gilt es zu schlagen – Marc Marquez. Foto: Steffen Ullmann

Von Doreen Müller-Uhlig, Fotos: Steffen Ullmann

Im Rahmen des ersten Freien Trainings der Königsklasse beim HJC Helmets Motorrad Grand Prix Deutschland zeigte Fabio Quartararo (Petronas Yamaha SRT) einmal mehr, dass auch Marc Marquez (Repsol Honda) an diesem Wochenende mit ihm als Konkurrenten rechnen musste.

Die französische „Rookie-Sensation“ begann das Wochenende als schnellster MotoGP-PilotMotoGP-Pilot im FP 1 und ließ dabei den mehrfachen Sachsenring-Sieger mit knapp 0,074 Sekunden hinter sich. Marquez versuchte bereits von Beginn an zu dominieren, kam jedoch an Quartararo am Morgen nicht mehr vorbei. Am Nachmittag sah die Sache im 2. Freien Training schon anders aus. Dort musste Quartararo dem Honda-Piloten den Vortritt lassen. Die Streckenbedingungen waren deutlich wärmer als am Morgen. Marc Marquez nahm gleich zu Beginn die Tabellenspitze ein.

Quartararo hingegen war der einzige Fahrer in den Top 18, dem es nicht gelang sich in den ersten Minuten des Trainings zu steigern. Erst nach 20 Minuten schaffte es der Franzose zurück an die Spitze und folgte dem zweitschnellsten Piloten, Alex Rins (Suzuki Ecstar) mit 0,013 Sekunden. „Es war alles in allem ein positiver Tag für uns. Wir haben alle Reifen und Mischungen ausprobiert und fühlen uns eigentlich mit allen drein ganz gut, am besten jedoch mit dem Medium und dem harten Reifen. Leider gibt es hier fast nur Linkskurven, das macht es zu einer besonderen Strecke“, erklärte der WM-Neuling. „Eigentlich liegt mir die Strecke nicht so gut. Meine Pace war heute wirklich gut, morgen möchten wir aber noch etwas mehr ausprobieren, damit ich mich vielleicht noch etwas verbessern kann. Zuerst ist es jedoch wichtig ins Q2 zu kommen!“

Auch Maverick Vinales (Monster Energy Yamaha) und Andrea Dovizioso (Ducati Team) erreichten ihre persönlichen Bestzeiten erst zum Ende der zweiten Trainingssession. Für Vinales reichte dies für Platz 4, damit lag er deutlich vor Teamkollege Valentino Rossi, der am Ende des Tages sich nur Platz 10 sicherte.

Dabei war Rossi´s Motivation beim Deutschland Grand Prix ganz vorn mit dabei zu sein, hoch. Der Doktor schaffte es den ganzen Vormittag über in den Top 6 zu bleiben und arbeitete weiter an seiner Yamaha, was ihm die drittschnellste Rundenzeit des 1. Freien Trainings einbrachte. Am Nachmittag kam Rossi jedoch nicht mehr näher an die Spitze heran. „Es war heute eigentlich nicht so schlecht, besonders mein Gefühl für das Bike und meine Pace waren mit den Rennreifen ganz gut, somit bin ich auch wettbewerbsfähig. Leider machte ich mit dem weichen Reifen am Ende keine sehr gute Runde, er ist meiner Meinung nach „zu weich“ und ich verbesserte mich dadurch nicht genug. Ich hatte erwartet mehr vorn zu liegen, nun bin ich allerdings nur an zehnter Position“, so Rossi etwas enttäuscht. „Aber die Pace ist gut und das ist das Wichtigste!“

Über Fortschritte am Nachmittag freute sich auch Stefan Bradl (Repsol Honda). Der Zahlinger lag am Morgen 1,3 Sekunden hinter der Spitze und beendete das 1. Freie Training noch auf Platz 17 liegend. Am Ende des Tages verkürzte Bradl seinen Rückstand auf Neunzehntel.

„Bisher war es großartig mit Repsol Honda zusammenzuarbeiten. Das Level ist hier sehr hoch. Uns gelang es den ganzen Tag über sehr effizient zu arbeiten. Ich bin zufrieden wie wir begonnen haben und dass wir gar nicht so weit von den Topjungs entfernt sind. Die Zeiten liegen alle sehr eng beieinander, wir sind dicht dran, sodass schon eine kleine Veränderung viel auf der Zeitenliste bedeuten kann. Wir werden morgen weiter alles geben und ich denke, dass wir die Top Ten erreichen können.“ Die MotoGP startet am Samstag um 09:55 Uhr mit dem 3. Freien Training.

Stefan Bradl möchte am Samstag in die Top Ten.

 

Rossi hofft morgen auf mehr.

 

Quartararo legte sich am Freitag mit Marquez an. Fotos: Steffen Ullmann

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