Marquez regiert erneut auf dem Sachsenring

Marquez siegte auf dem Sachsenring zehntes Mal in Folge. Foto: Steffen Ullmann

Von Doreen Müller-Uhlig/Fotos: Steffen Ullmann

Hohenstein-Ernstthal. Marc Marquez (Repsol Honda Team) dominierte am Sonntag beim HJC Helmets Motorrad Grand Prix Deutschland erneut und holte sich mit 4,5 Sekunden Vorsprung den zehnten Sieg in Folge auf dem Sachsenring! Damit bestätigte Marquez seinen Titel „King of the Ring“ zum wiederholten Male!

Noch beim Start geriet der Rekordsieger von Petronas Yamaha SRT-Pilot Quartararo unter Beschuss. Der Franzose konnte kurzweilig die Führung an sich reißen, musste diese aber bereit in der ersten Kurve an den Sachsenring-König zurückgeben. Auch Maverick Vinales (Monster Energy Yamaha) und Alex Rins (Suzuki Ecstar) schlüpften ihm durch, gleichzeitig verlor Quartararo mehrere Positionen. Bei dem Versuch diese wieder gutzumachen, hatte der WM-Neuling diesmal jedoch kein Glück – er stürzte bereits zu eginn in Kurve 3. Eine Runde später folgte ihm an selbiger Stelle KTM-Pilot Johann Zarco.

Marc Marquez blieb davon unbeeindruckt in Führung und baute seinen Vorsprung weiter aus. Nach zehn gefahrenen Runden lag der Spanier bereits zwei Sekunden vor Alex Rins, Maverick Vinales und Cal Crutchlow. Letzterer zeigte trotz mehrfacher Knieverletzungen bisher ein starkes Wochenende.

Im Mittelfeld lagen die Piloten der Könisgklasse derweil dicht beisammen. Besonders zwischen Danilo Petrucci auf Platz 6 und Andrea Dovizioso auf Position 7 gab es einen unerbittlichen Kampf um die teaminterne Vorreiterposition bei Ducati. Der ebenfalls verletzungsbedingte Petrucci hielt den WM-Zweiten gut in Schach.

Für den WM-Führenden rückte der zehnte Deutschland-Sieg zwischenzeitlich immer näher. Runde um Runde gab Marquez konstant Gas. Keine Chance für Suzuki Ecstar-Pilot Rins wirklich nahezukommen. Der Supergau erfolgte für ihn zwölf Runden vor Schluss, mit einem Sturz in Kurve 11 und damit erneut Null Punkten war der Rennsonntag vorzeitig für Rins beendet.

Dadurch erhielt jedoch Cal Crutchlow die Chance ein Comeback auf dem Treppchen feiern zu können. Der Brite hatte sich hinter Maverick Vinales fest gebissen, während Marc Marquez mit komfortablen fünf Sekunden weiter auf Siegeskurs lag.

Spannend wurde es noch einmal vier Runden vor Schluss beim Kampf um Position 4 zwischen den drei Ducati´s von Dovizioso, Petrucci und Jack Miller. Alle drei Piloten attackierten sich gegenseitig, letztlich rettete sich jedoch Danilo Petrucci vor Andrea Dovizioso und Jack Miller ins Ziel.

Marc Marquez feierte indes nicht nur seinen insgesamt zehnten Sieg auf dem Sachsenring, sondern zog mit Rossi´s Rekord gleich, der sieben Siege in Serie auf einer Strecke beinhaltete.

Auch Maverick Vinales bestätigte mit dem zweiten Platz und diesem Back-to-Back-Podium seine Leistung aus Assen. Cal Crutchlow komplettierte schließlich die Top 3 auf dem deutschen Treppchen.

Publikumsliebling Valentino Rossi kämpfte sich im Rennen immer wieder um einige Positionen nach vorn, beendete das letzte Rennen vor der Sommerpause allerdings nur mit dem achten Platz. Franco Morbidelli wurde Neunter. Stefan Bradl zeigte mit Platz 10 eine starke Leistung als Ersatzfahrer bei Repsol Honda.

Die Stimmen der Top 3:

Marc Marquez (Repsol Honda) – Platz 1

„Die Meisterschaft hat sich in meinen Augen schon verändert. Am Anfang war der Kampf zwischen mir und Dovizioso. Ducati wird auch zurückkommen, aber im Moment sind es die beiden Yamaha´s, die es zu schlagen gilt. Vinales und Quartarao werden die schnellsten in der zweiten Meisterschaftshälfte sein. Wir wreden also einfach weiter pushen und unseren Fokus weiter auf die Pace legen. Ich schaue nicht darauf, wer gestürzt ist oder ähnliches, sondern werde mich nur auf meinen Rhythmus konzentrieren“.

Maverick Vinales (Monster Energy Yamaha) – Platz 2

„Es war ein schweres Rennen. Ich denke wir haben hier schnell verstanden, dass die beste Position, die wir erreichen können Platz 2 ist. Marc war wieder sehr schnell. Der zweite Platz ist mein bisher bestes Resultat auf dem Sachsenring. Wir sind gut ins Rennen gekommen und auch in den ersten Runden gut zurechtgekommen, was viel bedeutet und wichtig für die Vorbereitungen für Brünn ist. Wir werden da weiter machen, wo wir aufgehört haben und ich denke, Yamaha ist auf einem guten Weg. Die Sommerpause kommt genau richtig, damit wir das Bike verbessern können und ich an mir arbeiten kann.“

Cal Crutchlow (LCR Honda Castrol) – Platz 3

„Das Team hat an diesem Wochenende einen fantastischen Job gemacht. Wir haben die ganze Zeit an der Rennpace gearbeitet. Jeder war geschockt als die Pace nicht so war wie erhofft, denn die Strecke war heute nicht sonderlich gut. Als ich sah, dass Rins gestürzt war, wusste ich dass ich es aufs Podium schaffe denn die Lücke zu den Jungs hinter mir war schon sehr groß. Ich habe schon daran gedacht Maverick zu attackieren, aber der Wind war heute sehr stark und ich hatte richtig Probleme damit, dann unterlief mir ein Fehler, der schwer mit der Honda zu Händeln war und ich sagte mir, Maverick kann den Platz haben, ich bin zufrieden mit dem Podium heute und ich freue mich glaub ich, mehr als jeder andere hier auf die drei Wochen Pause!“

 

Vinales und Crutchlow konnten heute nichts gegen den Rekordhalter ausrichten. Foto: Steffen Ullmann

 

Ducati tat sich an diesem Wochenende schwer. Foto: Steffen Ullmann

 

 

 

 

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