Mehr Arbeitslose im August

Nino Sciretta, Chef der Annaberger Arbeitsagentur
Foto: BA

Annaberg-Buchholz. Nachdem bereits im letzten Monat ein Anstieg der Arbeitslosigkeit im Erzgebirgskreis zu verzeichnen war, ging es auch im August weiter nach oben. Informationen der Annaberger Arbeitsagentur zufolge sind aktuell 7.559 Menschen in der Region ohne Job, 103 mehr als noch im Vormonat. Enstprechend stieg die Arbeitslosenquote auf 4,4 Prozent. Allerdings sei dies kein Grund zur Beunruhigung, wie Nino Sciretta erklärte. Der Chef der Annaberger Arbeitsagentur: „Erhöht hat sich die Anzahl hauptsächlich bei jungen Menschen unter 25 Jahren. Der Anstieg ist in dieser Zeit des Jahres üblich, da für viele die Ausbildungszeit endet. 88 Personen meldeten sich in der Region nach Ende ihrer Ausbildung oder ihres Studiums vorerst arbeitslos.“
Wie er sagt, zeige sich der Arbeitsmarkt weiterhin stabil. „Die Dynamik am Markt nimmt wieder zu. So haben im August mehr Menschen die Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung oder Ausbildung beenden können als im Vormonat. Gleichzeitig haben sich weniger aus Beschäftigung bzw. Ausbildung arbeitslos melden müssen. Der Bestand an freien Stellen liegt mit 2.876 auf hohem Niveau. Im Vergleich zum Vorjahr sind rund 400 Arbeitslose weniger gemeldet. Die Arbeitslosenquote von 4,4 Prozent ist eine der niedrigsten in Sachsen. Investitionen der Unternehmen in die Qualifizierung der Beschäftigten bzw. frühzeitige und intensive Nutzung der Zeit der Arbeitslosigkeit für Weiterbildung sind ein wichtiger Beitrag zur Arbeits- und Fachkräftesicherung für die Erzgebirgsregion und ein Garant für Beschäftigungssicherung. Die Möglichkeiten des Qualifizierungs-Chancen-Gesetz sind noch lange nicht ausgeschöpft“, so Sciretta.

Blick in die Regionen
Beim Vergleich der einzelnen Geschäftsstellen hat es im Ranking nur geringe Veränderungen gegeben. Aktuell verzeichnen die Geschäftsstellen Zschopau und Stollberg mit einer Arbeitslosenquote von 3,7 Prozent die geringste Arbeitslosigkeit, gefolgt von Marienberg (4,0 Prozent), Annaberg-Buchholz (4,6 Prozent) und Schwarzenberg (4,9 Prozent). Schlusslicht bleibt Aue mit einer Quote von 5,1 Prozent.

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