Mehr Kontrollen für mehr Sicherheit

Auf dem Johannisplatz gibt es verstärkt Kontrollen des ruhenden Verkehrs und Geschwindigkeitsmessungen. Damit soll die Sicherheit erhöht werden. Foto: Uwe Wolf

Limbach-Oberfrohna. Auf Antrag aller Fraktionen des Stadtrates hatte die Verwaltung in der Februar-Sitzung mehrere Varianten zur Verkehrsberuhigung des Johannisplatzes vorgelegt. Aus diesen sprachen sich die Mitglieder des Gremiums für eine Abbindung des Platzes aus Richtung Albert-Einstein- und Hechinger sowie Helenenstraße aus. Eine Zufahrt soll zukünftig nur noch über die Bachstraße möglich sein. Das Befahren des Platzes wird somit weiter möglich sein, lediglich der Durchgangsverkehr soll unterbunden werden. Ebenso bleiben alle Parkplätze auf dem Platz erhalten.

Nach der Kritik an diesen Plänen – vor allem durch den HGV Handels- und Gewerbeverein – hat die Verwaltung reagiert und an unterschiedlichen Tagen im März für jeweils sechs Stunden Verkehrszählungen auf dem Platz durchgeführt. Diese haben gezeigt, dass das Verkehrsaufkommen dem Niveau einer Kreisstraße entspricht und ihn die meisten Fahrzeugführer als Abkürzung zwischen Straße des Friedens/Jägerstraße und Albert-Einstein/Weststraße nutzen. Beispielsweise wurden in einer Stunde am Vormittag mehr als 290 durchfahrende Fahrzeuge erfasst. In der gleichen Zeit parkten lediglich 50 PKW. „Meine Mitarbeiter haben während der Zählung etliche gefährliche Szenen beobachtet, bei denen es auch mehrfach fast zu Unfällen mit Fußgängern gekommen wäre“, betonte Thomas Luderer, Fachbereichsleiter Ordnungsangelegenheiten. Deshalb soll nun nach Ostern der Verkehr in dem Gebiet verstärkt mit dem Geschwindigkeitsmessgerät überwacht werden. In dem verkehrsberuhigten Bereich gilt Tempo 7 km/h.

Auch auf die Kritik bezüglich der Dauerparker in der Innenstadt soll eingegangen werden, indem die Kurzzeitparkplätze durch die Mitarbeiter des gemeindlichen Vollzugs kontrolliert werden. Die kostenfreien Parkplätze auf Helenenstraße und rund um den Johannisplatz sollen Kunden vorbehalten bleiben. Deshalb gilt eine Zeitbegrenzung von zwei Stunden. „Wer länger oder den ganzen Tag parken will, kann auf die obere Helenenstraße zwischen Dorotheenstraße und Querstraße, den Parkplatz Paul-Seydel-Straße, die Sachsenstraße oder den Bereich Ludwigsplatz und Kellerwiese ausweichen“, betont der Fachbereichsleiter.

Nach Auswertung aller Daten und der einzelnen Stellungnahmen wird die Verwaltung auf Grund der Initiative aller Stadträte verschiedene Varianten der Unterbindung des Durchgangsverkehrs prüfen. Zielsetzung ist der bessere Schutz der Besucher der Innenstadt und eine Bevorzugung der Verkehrsteilnehmer, die tatsächlich Erledigungen im

Innenstadtbereich tätigen. Aktuell werden die große Anzahl der Fußgänger und die geringe Anzahl der Parkplatznutzer auf dem Platz gegenüber dem absolut überproportional gezählten Durchgangsverkehr deutlich benachteiligt. Damit wird der von Händlern, Einwohnern, Stadtrat und Verwaltung verfolgten Zielsetzung einer attraktiven Innenstadt, die in erster Linie Nutzern der Infrastruktur (Spielplatz, E-Ladestation, Gastronomie, Bankgeschäfte) und Käufern vorbehalten sein soll, eindeutig geschadet. Für den oben genannten Zielverkehr in die Innenstadt sollen die Bedingungen sogar verbessert werden, lediglich der störende und absolut überproportionale Durchgangsverkehr muss auf das dafür vorgesehene Straßennetz ausweichen.

Zurzeit erfolgt die neutrale Abwägung der einzelnen Argumente mit der Zielsetzung einer abschließenden Auswertung mit den Mitgliedern des Stadtrates und der übrigen Beteiligten in den nächsten Wochen. Bis zur endgültigen Entscheidung über die weitere Aufwertung des Johannisplatzes als zentralen Punkt der Innenstadt werden alle Beteiligten gebeten, zu einer sachlichen Debatte zurückzukehren. fm

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