Millioneninvestitionen für die Stadtentwicklung

Blick auf die St. Georgenkirche und Glauchau. Dank der Aufnahme ins Förderprogramm kann die Stadtentwicklung weiter voran gebracht werden. Foto: privat

Blick auf die St. Georgenkirche und Glauchau. Dank der Aufnahme ins Förderprogramm kann die Stadtentwicklung, speziell im Bereich “Scherberg – nördliche Innenstadt” weiter voran gebracht werden. Foto: privat

Glauchau. Der Glauchauer Stadtrat hat mit einstimmigem Beschluss das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (INSEK) mit dem Titel „Glauchau 2030+“, welches die fachübergreifende Strategie für die längerfristige Entwicklung der Gesamtstadt festlegt, bestätigt. In diesem Zusammenhang enthält es auch eine Fokussierung auf Schwerpunkträume sowie ein Bündel an „Hausaufgaben“, welche zu erledigen sind, um die gesetzten Ziele zu erreichen.

Der Freistaat, übermittelt durch die Sächsische Aufbaubank, bestätigte der Stadt Glauchau die Aufnahme des Gebietes „Scherberg – nördliche Innenstadt“ in das Förderprogramm „Soziale Stadt“. Damit hat die Kommune die Möglichkeit erhalten, über einen Zeitraum von rund zehn Jahren, wichtige Investitionen zu tätigen bzw. Private und Unternehmen zu unterstützen, um diesen Schwerpunktraum qualitativ aufzuwerten.

Das neue Fördergebiet erstreckt sich beiderseits der Schlachthofstraße ab der August-Bebel-Straße bis einschließlich der Flächen um den ehem. Schlachthof, umfasst die Wohnviertel am Rosenhof, Gerhart-Hauptmann-Weg, der Kant-, Rosa-Luxemburg- und Albanstraße, das Bahnhofsareal samt Park und das Gelände der ehem. PALLA an der Otto-Schimmel-Straße.

Gegenwärtig strebt die Stadt für die Maßnahmen ein Gesamtvolumen von ca. 7,5 Mio. EUR an und erhofft dafür Fördermittel in Höhe von zwei Dritteln. Der Bescheid vom 06. Juli bewilligte bis 2020 zunächst 1,05 Mio. EUR, aus denen sich Aktivitäten mit einem Wert von rund 1,5 Mio. EUR ableiten lassen. Sicher, momentan sind es noch „Zahlenspiele“, die wenig über die Effekte aussagen. Doch darf man nicht vergessen, dass Städtebaufördermaßnahmen regelmäßig auch private Investitionen nach sich ziehen und im Ergebnis in den nächsten zehn Jahren Erhebliches bewirkt werden kann, was ohne die Fördermittel nicht oder kaum möglich wäre.

Elf Maßnahmen hat die Stadt geplant. Dazu gehören unter anderem die Entwicklung des Areals Schlachthofstraße 45 (ehem. PALLA, die Erhaltung der Gründerzeitbebauung Schlachthofstraße, einschl. Klärung des Umgangs mit Ruinen und weiterem Leerstand, die Aufwertung der Wohnquartiere im Bereich Franz-Mehring-Platz und die Aufwertung Bahnhof und Umfeld. bs/uw

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