Mini aber revolutionär!

Dr. Minshen Zhu warb für sein exzellentes Forschungsvorhaben im Bereich „Smart Dust“ den ersten ERC Grant für die TU Chemnitz ein. Foto: Jacob Müller

Der Nachwuchswissenschaftler Dr. Minshen Zhu von der TU Chemnitz erhält für seine Forschungsarbeit Fördermittel in Höhe von 1,5 Millionen Euro für Ideen zur Energieversorgung autonom arbeitender Mikrosysteme. Seit Jahren beschäftigt er sich schon mit Nanotechnologie und Hochenergie-Batterien und ist auf diesem Gebiet erfolgreich in der Arbeitsgruppe von Prof. Schmidt am Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) Dresden tätig.

Dr. Minshen Zhu aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Oliver G. Schmidt positionierte sich mit seiner Idee unter mehr als 4.000 Anträgen im Spitzenfeld der Bewilligten und erhält eine der renommiertesten und mit 1,5 Millionen Euro dotierten EU-Forschungsförderungen für seine bahnbrechenden Ideen zur Energieversorgung autonom arbeitender Mikrosysteme.

„Dies unterstreicht die international sichtbare Forschungsexzellenz unserer Universität – sowohl im Bereich der Spitzenforschung als auch im Bereich des wissenschaftlichen Nachwuchses. Ich gratuliere Herrn Dr. Zhu ebenso wie Herrn Prof. Dr. Oliver G. Schmidt, seinem wissenschaftlichen Mentor, sehr herzlich zu diesem großartigen Erfolg“, so der Rektor der TU Chemnitz, Prof. Dr. Gerd Strohmeier.

Im Rahmen seines Projektes will Zhu nun winzige Batterien für sogenannte „Smart Dust“- Anwendungen entwickeln, die zum Beispiel die Energie für intelligente Mikrosysteme und Mikroroboter liefern.

„Durch den ERC Grant stehen nun ausreichend Mittel bereit, um die Herausforderungen bei der Integration von Hochleistungsbatterie-Materialien in Mikrofabrikationsverfahren und parallel die Integration winziger On-Chip-Batterien für Smart-Dust-Technologien zu bewältigen. Das Forschungszentrum MAIN der TU Chemnitz verfügt über eine ganze Reihe hochmoderner Forschungsgeräte und begabte Menschen im Bereich der Mikrosystemtechnik, die mich dabei unterstützen werden, die Hürden bei der Entwicklung von Hochenergie-Batterien zu überwinden, die in Serie produziert und in winzige Systeme integriert werden können“, sagt Zhu.

Erste Vorüberlegungen in diese Richtung veröffentlichten Zhu und Prof. Schmidt bereits letztes Jahr im renommierten Wissenschaftsjournal Nature (https://www.tu-chemnitz.de/tu/pressestelle/aktuell/10522).

Hintergrund: Mit einem ERC Starting Grant werden nur außerordentlich innovative und exzellente Forschungsideen von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern gefördert – die Maximalförderung von 1,5 Millionen Euro über maximal fünf Jahre erhalten nur die Personen, die herausragende Anträge gestellt haben.

Zur Person: Dr. Minshen Zhu

Minshen Zhu hat Materialwissenschaften und Maschinenbau an der Beijing University of Chemical Technology und der City University of Hong Kong studiert. Im Jahr 2017 wurde Zhu an der City University of Hong Kong promoviert und wechselte anschließend in die Gruppe von Prof. Dr. Oliver G. Schmidt am Leibniz IFW Dresden. Zhu wurde 2020 und 2021 von der renommierten Stanford University zu den zwei Prozent der weltweit meistzitierten Forscherinnen und Forschern innerhalb seines Fachgebietes gezählt.

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