Mit Dirk Geiger im Gespräch – „Auslaufrunde war sehr emotional“

Dirk Geiger während der Auslaufrunde auf dem Sachsenring. Foto: Steffen Ullmann

Von Doreen Müller-Uhlig/Foto: Steffen Ullmann

Hohenstein-Ernstthal. Wildcard-Starter Dirk Geiger belegte beim Rennen der Moto3 des HJC Helmets Grand Prix Deutschland am Sonntag den 23. Platz. Der gebürtige Mannheimer feierte damit sein Debüt in einer der härtesten umkämpften WM-Klassen, die es gibt und machte seine Sache dabei gar nicht so schlecht. Zwar fehlte dem jungen Rennsportler, der am Donnerstag seinen 17. Geburtstag feierte, bei Zieleinlauf 77 Sekunden auf Sieger Dalla Porta, dennoch gab es danach ein insgesamt positives Fazit für seinen ersten WM-Einsatz. Im Gespräch mit Doreen Müller-Uhlig stand „Dirkules“, wie er von seinen Fans genannt wird, nach dem Rennen Rede und Antwort.

Dein erstes Rennen in der Moto3 hast Du hinter Dir. Wie fühlst Du Dich?
„Das erste Rennen war einfach mega geil. Ich habe mich von Anfang hier auf dem Sachsenring wohlgefühlt und bin sprachlos was hier passiert ist. Ich war zwar auch aufgeregt, aber Dank den Fans hatte ich das gut im Griff. Auch die Auslaufrunde war sehr emotional für mich. Ich bin allen Fans, die mich unterstützt haben, sehr dankbar. Es war eine Ehre für mich an diesem Wochenende auch mit dem Waldi-Design fahren zu dürfen, der Rennsport verbinden mich und Waldi.“

Wie schätzt Du fahrerisch Dein Rennen heute ein?
„Für meinen ersten Einsatz in der Moto3 lief das Rennen ziemlich gut. Ich konnte sogar an den letzten beiden Fahrern dran bleiben. Allerdings habe ich dann Runde für Runde mehr verloren und habe anschließend versucht mein Rennen zu fahren und konstante Rundenzeiten hinzubekommen, das hat sehr gut passiert. Ich bin sehr glücklich darüber.“

Gleich zu Beginn des Moto3-Rennens gab es einen kleinen Zwischenfall zwischen Gabriel Rodrigo und Alfonso Lopez vor Dir. Hat Dich der Sturz im Rennen beeinflusst?
„Ich konnte das relativ früh sehen und bin gleich vom Gas gegangen, somit kam ich gut außen an den beiden Piloten vorbei.“

Ist Dir heute beim Start etwas Besonderes durch den Kopf gegangen?
„Ich habe gar nicht soviel nachgedacht, sondern versucht einen guten Start hinzubekommen und geschaut, ob ich der ersten Kurve ein paar Positionen gut machen kann.“

Wie ist das Wochenende insgesamt arbeitstechnisch für Dich gelaufen? Gab es da Unterschiede im Vergleich zu der Arbeitsweise mit Deinem spanischen Team, mit dem Du sonst unterwegs bist?
„Die Arbeit unterscheidet sich da eigentlich gar nicht. Die Arbeit ist fast identisch. Ich sage dem Team wo ich Probleme habe und sie versuchen das zu ändern. Ich versuche u. a. auch mit der Position von meinem Körper auf dem Bike etwas zu ändern, dass das Gefühl für das Motorrad besser wird.

Am Anfang des Grand Prix´s sprachen wir darüber, dass Du das Motorrad noch gar nicht so oft fahren konntest und erst einmal ein Gefühl für die Moto3 aufbauen musstest. Wie hat sich dies für Dich über das Wochenende hinweg geändert?
„Es lief tatsächlich von Training zu Training viel besser und auch im Rennen habe ich mich auf dem Motorrad schon sehr wohlgefühlt.“

Kannst Du uns verraten, wie es bei Dir in diesem Jahr weiter geht?
„Ob es noch mal einen Wildcard-Einsatz geben wird, weiß ich nicht, da werde ich mich überraschen lassen. Viel Pause habe ich jedoch nicht, denn nächste Woche wartet bereits das nächste Rennen in der spanischen Meisterschaft in Aragon auf mich. Dort möchte ich voll angreifen und versuchen aufs Podest zu fahren. Natürlich möchte ich gern so schnell wie möglich in die WM kommen und gebe dafür auch alles!“

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