Mit Max Pechstein in die Welt

Busunternehmer Steffen Beck, Leiterin der Kunstsammlungen und des Max-Pechstein-Museums, Petra Lewey und Kulturamtsleiter Michael Löffler bei der Vorstellung des Busses (v.l.). Foto: Alice Jagals

Zwickau. „Malen ist ein verdammt feines Laster“, mit dieser Feststellung Max Pechsteins tourt seit einigen Tagen ein neuer Bus mit dem Aufdruck eines Zwickauer Gesichtes durch Deutschland und Europa. Platz ist für 25 Fahrgäste.

Petra Lewey, Leiterin der Kunstsammlungen und des Max-Pechstein-Museums, freut sich über die fahrende Werbefläche. „Es ist wichtig, dass wir einen der wichtigsten Expressionisten in die Welt hinaustragen. Ich würde mich freuen, wenn die Menschen auch dadurch verstärkt auf unser Museum aufmerksam werden.“

Max Pechstein war nicht nur ein bedeutender Maler und Grafiker, Reisen war für den gebürtigen Zwickau ein existentielles Bedürfnis. „Max Pechstein reiste allein im Rahmen seines Aufenthaltes in Palau 1914/15 einmal um den Globus. Nach seinem Studium an der Dresdener Kunstakademie hatte er früh Italien und Frankreich bereist, fand ein erstes Malerparadies in Nidden auf der Kurischen Nehrung. Die lebenslange Sehnsucht nach Ursprünglichkeit führte ihn schließlich regelmäßig nach Leba und Rowe in Hinterpommern, wo er seine zweite Heimat fand“, so Annika Weise, Kuratorin des Max-Pechstein-Museums.

Ermöglicht hat diesen Pechstein-Bus der Busbetrieb Steffen Beck, der die Flächen kostenlos zur Verfügung stellt. Steffen Beck engagiert sich nicht das erste Mal in dieser Weise für Zwickau: Bereits 2010 konnte ein Schumann-Bus präsentiert werden. 2015 folgte dann ein neuer. 2016 wurde dieser durch einen August-Horch-Bus ergänzt. „Mir war es vor allem zu Beginn wichtig, dass Zwickau nicht immer mit dem NSU-Terrornetzwerk in Verbindung gebracht wird. Zwickauer Gesichter auf Busse zu bringen und diese in die Welt hinaus fahren zu lassen, war für mich eine tolle Möglichkeit, dem schlechten Image entgegen zu steuern“, sagt der Busunternehmer. aj

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