Moderne Technik läutet neue Ära ein

Alle 14 Skoda-Bahnen (links) sind seit einer Woche in Betrieb. Dazu kommen noch 24 Variobahnen (Mitte). Von den alten Tatrabahnen (rechts) sollen nur noch drei in Reserve gehalten werden. Fotos (3) Judith Hauße

Für den städtischen Nahverkehrsbetrieb (CVAG) war der vergangene Donnerstag (16. Juli) ein wichtiger Meilenstein. Doch nicht nur aufgrund der Inbetriebnahme der beiden letzten Škoda-Züge. Denn wie David Joram, Gechäftsbereichsleiter Technik stolz mitteilte, ist nun der gesamte Fahrzeugpark, sowohl Linienbusse als auch Straßenbahnen, zu 100 Prozent niederflurig mit barrierefreien Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten unterwegs. Im Moment seien noch insgesamt 12 der im Jahr 1988 gebauten und 1991 modernisierten Tatrabahnen im Einsatz. Drei der alten Züge sollen allerdings noch bis zum Jahresende zur Reserve dienen und später alle zusammen verkauft werden. „Verkehrsunternehmen aus dem osteuropäischen Raum haben bereits ihr Interesse geäußert“, Joram.

Insgesamt 14 Škoda-Zügen sollen ab sofort für einen angenehmeren Fahraufenthalt sorgen. Straßenbahnfahrer Uwe Albert weiß um die Bedeutung der modernen Züge. „Natürlich betrachtet man den ganzen Prozess mit einem weinenden Auge. Aber die Technik ist inzwischen so weit vorangekommen, dass ein solcher Schritt irgendwann nötig ist, allein schon der Fahrgäste wegen“, so Albert, der dabei an diesem Tag auch auf Susan Rößler blickt, die nun mit ihrem Rollstuhl von den barrierefreien Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten profitiert.

Susan Rößler ist froh über die neuen Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten in den Škoda-Bahnen. In den alten Tatrabahnen war dies unmöglich.

In den alten Tatrabahnen sei das Ein- und Aussteigen eher unmöglich gewesen. „Ein riesen Unterschied“, freut sich ihr Vater. „Wir nutzen oft die öffentlichen Verkehrsmittel und die neuen Züge erleichtern so einige Hürden“, sagt er. Möglich macht dies unter anderem die Luftfederung beim Einstieg, mit der maximal fünf Zentimeter Höhe bequem überwunden werden können“, ergänzt Albert. Zudem sollen die neuen Züge außderm mehr Platz für Fahrräder und Kinderwagen bieten“, wie er weiter erklärt.

Darüber hinaus federe die Bahn beim Anfahren und Bremsen viel weicher ab. Auch Jaroslav Kulhanek, Konstruktionsleiter bei Skoda Transportation in Prag zeigte sich an diesem Tag besonders stolz. Schließlich komme die neue Straßenbahnflotte in Chemnitz zum ersten Mal zum Einsatz. „Disportgymse Niederflur-Fahrzeuge sind auf dem neuesten technischen Stand.“

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