Mordanklage nach Brandstiftung in Plauen

Brandstiftung! Staatsanwalt erhebt Mordanklage!

Zwickau/Plauen/Dresden. „Mord in zwei tateinheitlichen Fällen, jeweils in Tateinheit mit Brandstiftung mit Todesfolge in Tateinheit mit versuchtem Mord in zwei tateinheitlichen Fällen, jeweils in Tateinheit mit versuchter Brandstiftung mit Todesfolge, schwerer Brandstiftung und gefährlicher Körperverletzung.“

So lautet die Anklage der Staatsanwaltschaft Zwickau gegen einen 27-jährigen Dresdner, der am 5. Februar in Plauen ein Feuer legte, bei dem zwei Menschen starben.

Für die Ermittler steht fest, dass der Angeklagte zwischen 8.45 Uhr und 8.58 Uhr im Wohnzimmer der Dachgeschosswohnung Dürerstraße 8 mit einem Feuerzeug ein Stück Stoff angezündet und auf einen Haufen Kleidung, die auf einem Schaukelstuhl lag, gelegt hat. Erst als die Flammen 50 Zentimeter hoch waren, ging er aus der Wohnung.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es im Vorfeld einen Streit gegeben hat. Worüber, konnte im Ermittlungsverfahren nicht festgestellt werden. Sicher ist, dass Alkohol und Drogen im Spiel waren. Da der Angeklagte erst am 8. Februar festgenommen wurde, nicht bekannt, wie viel Promille er intus hatte.

Ines Leonhardt, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Zwickau: „Der Brand breitete sich in der Folge in der gesamten Wohnung aus, so dass eine 22-jährige Frau und ein 25-jähriger Mann durch eine Kohlenmonoxidvergiftung starben. Ein weiterer 24-jähriger Bewohner wurde durch den Brand lebensgefährlich verletzt. Er erlitt starke Verbrennungen am gesamten Körper sowie ein schweres Inhalationstrauma. Eine weitere Bewohnerin erlitt eine Rauchgasvergiftung und eine leichte Brandverletzung.
Im Gebäude befanden sich außerdem mindestens 15 weitere Personen, die jedoch rechtzeitig evakuiert werden konnten. Am Haus entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 200.000 Euro.“

Dem Angeklagten droht eine lebenslange Haft.

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