Moto2-Sieg in Marquez-Style – auch Schrötter zurück auf dem Podium

Schrötter bewies im Rennen Biss. Foto: Steffen Ullmann

Von Doreen Müller-Uhlig/Fotos: Steffen Ullmann

Hohenstein-Ernstthal. Marcel Schrötter (Dynavolt Intact GP) begann den Sonntag bei seinem Heimgrandprix als schnellster Moto2-Pilot im morgigen WarmUp und zeigte, dass er wie angekündigt, sich beim Kampf um den Sieg einmischen will.

Den besten Start im Rennen erwischte jedoch zunächst Sky Racing Team VR46 – Pilot Luca Marini. Rossi´s Halbbruder übernahm kurzzeitig sogar die Führung, bis Marcel Schrötter diese von ihm abnehmen konnte. Allerdings kam der 26-jährige in Kurve 10 von der Ideallinie ab, was sofort Iker Lecuona (American Racing KTM) und Luca Marini in die Karten spielte. Beide führten somit nach der ersten Runde das Moto2-Rennen in Deutschland vor Alex Marquez und Marcel Schrötter an.

Dahinter lauerten bereits Xavi Vierge (Estrella Galicia 0,0 Marc VDS), Fabio di Giannantonio (MB Conveyors Speed Up) und Jorge Martin (Red Bull KTM Ajo) auf ihre Chance. Durch einen weiteren Fehler fiel Schrötter anschließend bis auf Position 7 zurück, während an der Spitze Alex Marquez  sich an Luca Marini vorbei schob.

Bereits viermal durfte der jüngste Marquezsproß mit seinem Bruder am selben Tag einen Sieg feiern und auch am Sachsenring gab sich der Spanier größte Mühe dies zu wiederholen.

Marcel Schrötter biss sich derweil weiter durch und war nach wenigen Runden wieder auf vierter Position angelangt, hinter ihm mit einer Sekunde Rückstand Teamkollege Thomas Lüthi. Der Schweizer konnte zuvor Kontrahent Xavi Vierge nicht mehr ausweichen. Vierge landete daraufhin im Kies. Lüthi erhielt wenig später von der Rennleitung eine Strafrunde für dieses Manöver aufgebrummt.

Zehn Runden vor Schluss hatte sich Alex Marquez mittlerweile einen angenehmen Vorsprung von 1,967 Sekunden herausgefahren, während Binder, Lecuona und Schrötter um die verbliebenen Podestplätze kämpften.

Zwei Runden später attackierte der Intact GP-Pilot vor den jubelnden Zuschauern auf den Tribünen den zweitplatzierten Brad Binder, der sich immer wieder zu weite Linien erlaubte. Dadurch schlüpfte auch Iker Lecuona im Omega innen durch. Der Kampf ums Podium war damit noch nicht entschieden!

Binder biss sich anschließend wieder bis auf Platz 2 ran, dahinter blieben Schrötter und Lecuona ebenfalls im Kampfmodus.

Marcel Schrötter ging schließlich als Drittplatzierter in die letzte Runde. Doch Lecuona gab nicht auf. Im letzten Sektor versuchte es der Spanier noch einmal den berühmten „Wasserfall“  hinunter und begrub sein tolles Rennen letztlich in Kurve 13 im Kies. Die heimischen Fans jubelten indes Schrötter über die Ziellinie!

Alex Marquez gewann souverän seinen vierten Saisonsieg und revanchierte sich damit bei seinem Team für den Sturz in Assen, dahinter fuhr Brad Binder auf Platz 2.

Fabio Di Giannantonio wurde Vierter, Tom Lüthi nach seiner Straffrunde Fünfter. Fernandez, Baldassarri, Navarro, Martin und Marini komplettierten die Top Ten. Jonas Folger kam bei seinem Heim-Grandprix als Ersatzfahrer auf Position 17 ins Ziel. Lukas Tulovic wurde 24.

 

Endlich wieder ein deutscher Podiumserfolg. Foto: Steffen Ullmann

 

Jonas Folger hochkonzentriert beim Heim-GP. Foto: Steffen Ullmann

 

Der jüngste Marquez hatte allen Grund zu feiern. Foto: Steffen Ullmann

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