Moto3: Philipp Öttl über das Besondere am Sachsenring

Philipp Öttl zeigt sich optimistisch. Foto: Dominik Lack

Philipp Öttl zeigt sich optimistisch. Foto: Dominik Lack

Auch für Moto3-Pilot Philipp Öttl ist der Deutsche Grandprix auf dem Sachsenring immer wieder eine besondere Rennsportveranstaltung. Sichtlich begeisterte schwärmte der 19-jährige vom Heimgrandprix als wir ihn beim Grandprix in Assen trafen und ihn im Hinblick auf den kommenden Lauf der Motorradweltmeisterschaft in Deutschland befragten.

Wie auch für die Fahrerkollegen in der Moto2 und MotoGP ist schon allein der Weg runter zur Karthalle für Öttl ein besonderes Erlebnis, denn nirgends sieht man so viele Fans wie dort. Und auch wenn der junge Bayer anfangs seiner Laufbahn nicht sehr angetan von dem linkslastigen Kurs war, so gefällt ihm mittlerweile die Strecke ganz gut. Der Sachsenring ist eben aufgrund seiner Streckenführung und der Renndistanz eine besondere Herausforderung für Mensch und Maschine, besonders wenn man wie Philipp Öttl noch eine Verletzung auskurieren muss, die er sich bei einem Sturz in Le Mans dieses Jahres zuzog.

„In den schnelleren Kurven habe ich bis jetzt eher weniger Probleme gehabt. Eher fiel es mir in den langsameren Passagen schwer meine Verletzung richtig zu händeln, “ erklärte Öttl beim Assen-GP und blickte gleichzeitig in Richtung des Deutschen WM-Laufes. „Es gibt zwar auch dem Sachsenring langsamere Ecken, aber insgesamt ist es ein eher flüssiger Kurs. Aber auch ohne meine Verletzung ist der Sachsenring keine einfache Strecke. Denn vor allem die Bergaufpassagen wo man viel Schwung mitnehmen muss, stellen eine Herausforderung dar und auch beim Start-Ziel kann man viel Zeit verlieren. Generell ist der Sachsenring wie eine einzige Linkskurve und da gilt es eben fit zu sein.“

Und somit wird auch die Zeit zwischen den Grandprix natürlich genutzt um den Schedl GP-Piloten weiter fit zu machen. Neben Supermoto-Training, steht auch weiterhin Physiotherapie auf dem regelmäßigen Tagesprogramm Öttls. Nicht ganz einfach da noch Zeit für Freunde und Freizeit zu finden, um auch einmal abschalten zu können und doch ist es für den sympathischen Lockenkopf wichtig genau diese wenige Zeit mit den Freunden zu nutzen.

Und auch wenn Philipp Öttl die Partyhotspots um den Ankerberg genau kennt, als Gast wird man ihn dort eher weniger antreffen, denn nach dem Trainingstag laufen auch beim Schedl GP Team alle Vorbereitung für den nächsten Tag, von Setup-Abstimmungen bis Strategiegespräche oder therapeutische Termine. Während die Partyhungrigen zum Ankerberg, in die Karthalle oder auf den Altmarkt pilgern, läuft es im Fahrerlager eben eher ruhiger ab.

Und doch macht auch genau dies den Sachsenring aus. Nicht nur die spannenden Rennen, die in jeder Klasse bis zum Red Bull Rookies Cup hin geboten werden, sondern auch das Rahmenprogramm, die Nähe der Fahrer zu den Fans und die super Stimmung um die Strecke gehören auch in diesem Jahr einfach wieder auf dem Sachsenring dazu und begeistern und locken Fans wie Fahrer gleichermaßen.

Von Doreen Müller

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