„Nachschlag“ für Kultureinrichtungen

Während der Führung durch das Freiberger Stadttheater.
Bildquelle: Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen

Freiberg. Im Rahmen seiner 27. Sitzung im Theater in Freiberg beschloss der Kulturkonvent des Kulturraumes Erzgebirge-Mittelsachsen letzten Montag (8. Juni) unter anderem zwei konkreten Förderentscheidungen.

So dürfen sich im Erzgebirgskreis die Stadtbibliothek Olbernhau und das Eduard-von-Winterstein-Theater in Annaberg-Buchholz über insgesamt 91.500 Euro an investiven Mitteln freuen. Mittelsächsischen Kultureinrichtungen, wie das Schloss Rochsburg, die Volkskunstschule und das Museum in Oederan, die Stadtbibliothek Döbeln sowie der Mittelsächsische Kultursommer e.V. in Hainichen, wurden 82.400 Euro zugesichert.

Der Widerspruch der Universitätsstadt Freiberg auf Erhöhung der institutionellen Förderung für das Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg von rund 52.000 Euro wurde vollständig zurückgewiesen.

Thema der Sitzung war zudem die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen. „So folgte der Kulturkonvent der Beschlussempfehlung des Kulturbeirates zu einem Sonderbeschluss für den Fördervollzug des Jahres 2020. Darin wurden neun Maßnahmen zur einzelfallbezogenen Anwendung für das Kultursekretariat festgelegt, um schwerwiegende Nachteile für die Zuwendungsempfänger durch Einnahmeausfälle oder Absagen zu vermeiden“, informiert hierzu Manja Dahms.

Die Leiterin des Kultursekretariats: „Neben der nachträglichen Gewährung einer Festbetragsfinanzierung werden auch Projektverschiebungen durch Mittelübertragung ins Folgejahr 2021 unbürokratisch zugelassen. Zudem sollen vorzeitige Raten bei der institutionellen Förderung oder höhere Vorschussauszahlungen bei bewilligten Projekten die Liquidität der Zuwendungsempfänger im Jahr 2020 absichern.“

Die Maßnahmen sollen „zur Bewältigung der Corona-Folgen für die Kultur“ beitragen. Die Notwendigkeit sei in den Gesprächen während der anschließenden Führung durch das älteste Stadttheater der Welt sehr deutlich worden. Unabhängig davon wären „dennoch zusätzliche staatliche Mittel erforderlich, um die drohenden Corona-bedingten Verluste bei den regional bedeutsamen Kultureinrichtungen im Jahr 2020 finanziell abzumildern und damit die vielseitige Kulturlandschaft in unserer Region zu bewahren.“

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