Nächste historische Marke im Visier

Nino Sciretta, Leiter der Arbeitsagentur Annaberg-Buchholz
Foto: BA

Annaberg-Buchholz. Weniger als 7.800 Arbeitslose, eine Quote von 4,4 Prozent, 0,4 Prozent weniger als im Vormonat, ein hoher Bestand an freien Stellen: Jetzt kann man guten Gewissens davon sprechen, dass der Lenz im Erzgebirge endgültig angekommen ist und den Arbeitsmarkt wieder kräftig ankurbelt.

Anlässlich der erfreulichen Zahlen erklärte kürzlich Nino Sciretta: „Der Frühling hält nun gänzlich Einzug auf dem hiesigen Arbeitsmarkt und lässt die Arbeitslosenzahlen spürbar zurückgehen.“
Der Chef der Arbeitsagentur Annaberg-Buchholz weiter: „Ursächlich dafür sind in erster Linie die 1.030 Abmeldungen in Erwerbstätigkeit. Nahezu die Hälfte davon erfolgte in witterungsabhängige Berufe. Das erklärt auch den überproportional hohen Rückgang innerhalb des letzten Monates bei den Männern von insgesamt elf Prozent.“

Dass der Arbeitsmarkt sehr „stabil und aufnahmefähig“ ist, zeige auch der aktuelle Stel-lenbestand mit 2.894 Offerten. „Insbesondere sucht das Gesundheits- und Sozialwesen unter anderem auch für ein An-fang 2020 neu eröffnetes Pflegeheim verstärkt nach Arbeitskräften. Hier beraten wir Pflegedienste und Altenheime und unterstützen mit passenden Qualifizierungsangeboten“, so Sciretta.

„Um dem Fachkräftebedarf der Unternehmen gerecht zu werden, gehen wir mit dem Format ‚Job Café on Tour‘ vor Ort und laden dort Jobinteressierte aus der Region ein. Am 16. Mai startet im Rathaus Marienberg ein Speeddating, bei dem Unternehmen aus vielen Branchen ihre freien Stellen anbieten und mit Bewerbern ins Gespräch kommen. Auch am Brückentag nach Himmelfahrt, 31. Mai von 8 bis 12 Uhr sind die Job Cafés in Annaberg-Buchholz und Aue geöffnet. Neben Informationen und Beratung können Sie aus nahezu 3.000 Arbeitsangeboten aus allen Bereichen wählen.“

Gesucht werden derzeit verstärkt unter anderem Mitarbeiter in den Branchen Gesundheits- und Sozialwesen, Handel sowie Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen.

 

Blick in die Regionen

Vier Geschäftsstellen mit einer Arbeitslosenquote von weniger als fünf Prozent, das gab es im Erzgebirge sicher seit Aufzeichnung der Statistik noch nie. Dabei sanken die Arbeitslosenzahlen außer in Marienberg in allen Geschäftsstellen.

Im Ranking der Regionen hatte im April Stollberg mit der niedrigsten Quote von 3,6 Prozent die Nase vorn, knapp vor Zschopau mit 3,7 Prozent. Marienberg bleibt trotz Stagnation mit 4,4 Prozent auf Platz 3 noch vor der Hauptagentur Annaberg-Buchholz (4,7 Prozent) und der Geschäftsstelle Schwarzenberg (4,8 Prozent). Aue bleibt zwar wie immer Schlusslicht, schließt jedoch mit einer Quote von 5,1 Prozent langsam aber sicher auf die anderen Regionen auf.

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