Neue Ära eingeläutet: E-Offensive nimmt Fahrt auf

Der Umbau des Standorts Zwickau zum reinen Elektroauto-Werk erfordert auch für alle 8.000 Mitarbeiter eine breit aufgestellte Bildungsoffensive. Bereits 5.200 Beschäftigte nahmen an diversen Schulungen teil. Foto: VW

Knapp ein Jahr ist es her, da sprach Thomas Ulbrich, Vorstand für E-Mobilität der Marke Volkswagen vom Aufbruch einer neuen Ära, die mit dem Produktionsstart des neuen VW ID.1 eingeläutet werde. Die neue Ära, sie nimmt rasant Fahrt auf. Und das nicht zuletzt im wahrsten Sinne. Denn bereits Ende des Jahres sollen die ersten ID. Serienfahrzeuge vom Band im Zwickauer Werk laufen. Und ebenso die Produktion des ID.3 hat inzwischen begonnen. Die ersten seien auch schon reserviert, wie Reinhard de Vries, Geschäftsführer Technik und Logistik bei Volkswagen Sachsen in Zwickau bei einem Presserundgang am Dienstag betonte. „Insgesamt 35.000 Vorbestellungen gibt es bereits für den ID.3.“ Zudem spricht de Vries davon, dass VW Ende 2020 komplett auf E-Offensive gehe. „Verbauen wir 2019 noch überwiegend konventionelle Antriebe, so sieht das schon Mitte des nächsten Jahres anders aus, da sind es die E-Fahrzeuge, die vermehrt produziert werden sollen.“ So sollen Ende 2020 insgesamt 330.000 E-Autos pro Jahr in Zwickau gebaut werden. „Das sind 1.500 E-Autos am Tag“, so de Vries.

Transformation zum reinen Elektroauto-Werk am Standort Zwickau-Mosel

Heiko Rösch, Leiter Karosseriebau erläuterte die Bodenplatte für die neuen E-Fahrzeuge. Foto: Judith Hauße

In Zwickau entsteht aktuell das größte und leistungsfähigste Elektroauto-Werk Europas. Während die einen dies noch mit kritischen Blicken beäugen, steht bereits die Serienproduktion des ID.3 in den Startlöchern. Bis 2021 wolle man am Zwickauer Standort zu hundert Prozent auf E-Mobilität setzen. „Bereits die mittlerweile insgesamt 40.000 verkauften Modelle des E-Golf zeigen laut de Vries, dass der Endverbraucher E-Mobilität nachfragt. Mit dem ID.3 soll diese Nachfrage auch weiterhin gestillt werden. „Der ID.3 soll genauso erfolgreich werden, wie es schon einst der VW-Käfer an die Spitze geschafft hat“, betont Reinhard de Vries.

Damit dies gelingt, müsse nun, so de Vries, nicht nur das komplette Werk in Zwickau „umgekrempeln“. Zum Umbau zählt auch die Etablierung von Automatierungsprozessen sowie die Vorbereitung der verschiedenen Anläufe weiterer Modelle. „Inzwischen sind 1.500 neue Roboter im Karosseriebau in den Betrieb gegangen. Zudem wird es ab nächstes Jahr alle drei bis sechs Monate verschiedene Anläufe der insgesamt in den nächsten Jahren geplanten sechs Modelle geben.“

Dass die Transformation zum reinen E-Mobilitätszentrum jedoch nicht nur ein technischer Strategiewechsel bleibt, sondern auch personelle Folgen mit sich bringt, verdeutlichte Dr. Holger Naduschewski, Geschäftsführer der Volkswagen Bildungsinstitut GmbH. „Wir bereiten derzeit unter Hochdruck unsere Kolleginnen und Kollegen auf die neuen Herausforderungen vor.“
Rund 5.200 der 8.000 Mitarbeiter wurden bereits in verschiedenen Bildungsoffensiven geschult. Zudem erläutert Naduschweski, dass hierfür ein eigens erstelltes Bildungskonzept notwendig gewesen sei. Mit diesem gingen bisher auch millionenschwere Investitionen einher.

 

Weitere Impressionen

Karosserie-Bau, Halle 2. Foto: Judith Hauße

 

Foto: VW

Foto: VW

 

 

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