Neue Feuerwehr-Übungsanlagen

Feuerwehr-Übungsanlage

Zur Markersbacher Übungsanlage gehört auch ein Zeltlager für die Jugendfeuerwehren. Foto: Uwe Zenker

Am 19. August übergab  Landrat Frank Vogel in Raschau-Markersbach  den letzten der insgesamt fünf dezentralen Feuerwehr-Übungsstandorte des Erzgebirgskreises seiner Bestimmung. Es befindet sich in der Nähe der Oberbeckenstrasse zwischen Ober- und Unterbecken des Pumpspeicherwerkes Markersbach.

Um für Übungszwecke der Freiwilligen Feuerwehren und Jugendfeuerwehren im Erzgebirgskreis neben dem neuen Ausbildungs-, Schulungs- und Trainingszentrums in Jahnsdorf  auch flächendeckend ein Angebot von feuerwehrspezifischen Ausbildungselementen vorzuhalten, wurden fünf dezentrale Standorte mit Übungselementen ausgestattet. Sie befinden sich in in Schneeberg, Olbernhau, Zschopau, Thermalbad Wiesenbad/ OT Schönfeld und in Raschau-Markersbach.  Bereits am 20. Mai konnten auf dem Gelände der Stadtwerke in Schneeberg, am 27. Mai in Olbernhau, am 10. Juni in Zschopau und am 01. Juli im Wiesenbader Ortsteil Schönfeld ähnlich geartete Übungsanlagen eingeweiht werden.

Neue Feuerwehr-Übungsanlagen und Freizeitcamp für Jugendfeuerwehren

An jedem Übungsplatz werden jeweils drei verschiedene Trainingselemente vorgehalten: Trümmerstrecke , Brand- und Schaumkuhle und Übungscontainer. Eine Besonderheit am Standort in Markersbach ist, dass dieses Übungsgelände sowohl für Freiwillige Feuerwehren zur Wochenendausbildung,  aber auch für die Kameradinnen und Kameraden der Jugendfeuerwehren zur Freizeitgestaltung angeboten und genutzt werden kann.

Am Standort in Markersbach wurden so zudem mehrere Container und ein Geräteschuppen aufgestellt. Dazu gehören unter anderem ein Küchencontainer mit kompletter Küche, Büro- und Lagercontainer, Grillmöglichkeiten, Feuerschale mit Sitzbänken sowie drei WC- und Duschcontainer. Außerdem wurde ein Zeltplatz mit verschiedensten Freizeit-Spielmöglichkeiten (Fußball, Tischtennis, Basketball …) angelegt.

Die Kosten für das Vorhaben in Raschau-Markersbach belaufen sich auf ca. 151.000 €. Diese konnten mit Fördermitteln und Sponsorengeldern finanziert werden.

Die Kommunen stellten die benötigten Grundstücke, Material und Arbeitsgeräte an den dezentralen Standorten zur Verfügung. Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren und des THW sowie regionale Unternehmen erbrachten vielfältige und umfangreiche Eigenleistungen. Hilfe kam auch von zahlreichen Sponsoren.

Mit der Schaffung der fünf dezentralen Ausbildungsstandorte stehen den 5000 Brand- und Katastrophenschutzkräften im Erzgebirgskreis sowie auch den 1.800 aktiven Angehörigen in den Jugendfeuerwehren nach Fertigstellung aller Standorte sehr gute Ausbildungs- und Trainingsmöglichkeiten für ihre Arbeit zur Verfügung. In der Freiwilligen Feuerwehr Raschau-Markersbach sind aktuell 64 Kameradinnen und Kameraden organisiert (29 Mitglieder in der Ortsfeuerwehr Markersbach und 35 in der Ortsfeuerwehr Raschau).

Der Freistaat Sachsen beteiligte sich mit Fördermitteln in Höhe von insgesamt 232.000 €  am Gesamtvorhaben für alle 5 Standorte und förderte im Rahmen des Modellprojektes „Impulsregion innovative Wege in der regionalen Daseinsvorsorge“.

Die Feuerwehr von Raschau-Markersbach und die Jugendfeuerwehr Pöhla demonstrierten den Gästen einzelne Übungselemente vorführen und die Möglichkeiten für die Nutzung durch die Jugendfeuerwehren. Foto: Uwe Zenker

Die Feuerwehr von Raschau-Markersbach und die Jugendfeuerwehr Pöhla demonstrierten den Gästen einzelne Übungselemente und die Möglichkeiten für die Nutzung durch die Jugendfeuerwehren. Foto: Uwe Zenker

Landkreis fördert Jugendfeuerwehren

Seit dem Jahr 2015 erteilt der Erzgebirgskreis im Auftrag des Freistaates Sachsen Fördermittelbescheide für Jugendfeuerwehren im Landkreis. Die jährliche Förderung wird auf Antrag an die Kommunen ausgezahlt und ist zweckgebunden für die Jugendarbeit in den Freiwilligen Feuerwehren zu verwenden. Die Höhe der Förderung bemisst sich nach der Mitgliederzahl der jeweiligen Jugendfeuerwehr.

Erzgebirgskreis bewilligte 2016 Fördermittel in Höhe von 36.380 € für Jugendfeuerwehren im Landkreis, davon wurden durch das Landratsamt bereits 30.460 €  an 49 Kommunen ausgezahlt (Stand August 2016).

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