Neue Kälteanlage am Klinikum Chemnitz von eins energie: Leistung wie 4.000 Kühlschränke

Willkommene Erfischung bietet nicht nur die neue Kälteanlage für das Klinikum. Bei sommerlichen Temperaturen erfrischten sich zur Einweihung Dirk Balster, kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums, Finanzbürgermeister Sven Schulze und Roland Warner, Vorsitzender der eins-Geschäftsführung, mit einer Kugel Eis. Fotos: Cindy Haase

Chemnitz/Flemminggebiet. Um auch bei solch heißen Temperaturen wie in den vergangenen Wochen kühlen Kopf zu bewahren, braucht es eins: Abkühlung. Noch wichtiger als zu Hause ist diese in einer Einrichtung wie dem Klinikum Chemnitz. Am Mittwoch wurde am Standort Küchwald eine neue Kälteanlage in Betrieb genommen, die dafür sorgen wird, dass auch in Zukunft Funktionsräume wie OP-Säle, hauseigene IT-Anlagen und technische Geräte ausreichend klimatisiert werden.

Außenansicht der Anlage.

Aufgestellt und betrieben wird die Anlage von Energieversorger eins. Rund fünf Millionen Euro hat sich das Chemnitzer Unternehmen diese Investition kosten lassen. Das Klinikum zahlt über einen Nutzungsvertrag nur die tatsächliche verbrauchte Kälte zu vertrag fixierten Konditionen. „Durch eine Abschreibungszeit von 25 Jahren können wir sehr gute Konditionen anbieten“, versichert Roland Warner, Vorsitzender der eins-Geschäftsführung.

„Die Nachfrage nach Kälte hat deutlich zugenommen“, erklärt Dirk Balster, kaufmännischer Geschäftssführer des Klinikums, die Notwendigkeit der neuen Anlage. Nötig geworden sei diese durch eine erhöhte Patientenanzahl und mehr Technik. Da ab 2019 noch ein 80 Millionen Euro teurer Neubau auf der Flemmingsstraße gebaut wird, habe man sich wappnen müssen. Erst 2012 hatte das Klinikum einen Kältespeicher zur Nutzung übernommen. Herzstück der neuen Anlage ist der 16 Meter hohe Kältespeicher mit einem Durchmesser von zehn Metern in Verbindung mit einer Kältemaschine. Er hat eine Kälteleistung wie 4.000 Kühlschränke.

Durch die neue Technik verdoppelt sich die Leistung der Kälteerzeugungsanlage von 2.000 auf 4.000 Kilowatt.  Die neue Kälteanlage ergänzt die bestehende Kälteanlage, die sich lediglich 300 Meter Luftlinie entfernt am Klinikum an der Flemmingstraße befindet. Die Kälteanlagen sind durch ein insgesamt mehr als 3,8 Kilometer langes Rohrleitungssystem ringartig miteinander verbunden und können flexibel auf den aktuellen Kältebedarf reagieren. Weiterhin bietet die Anlage im Küchwald die Möglichkeit, bei ausreichend kalten Außentemperaturen, Umweltkälte für die Kälteversorgung zu nutzen.

Im Inneren der Anlage.

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