Neuer Farbtupfer auf dem Brühl: Fassadengestaltung am Hochhaus Georgstraße fertig gestellt

Immer farbenfroher wird der Brühl. Neben dem am Eingang des Viertels schon bisher bestehenden Kunstwerk (im Foto rechts) ziert nun auch das von Künstler SatOne gestaltete Riesenkunstwerk am Hochhaus Georgstraße 24/26 das Viertel. Fotos: Cindy Haase

SatOne (r.) alias Rafael Gerlach bei der Präsentation des fertigen Werkes gemeinsam mit GGG-Geschäftsführerin Simone Kalew.

Chemnitz. Auf dem Brühl in Chemnitz wird das Leben immer bunter. Nicht nur dass die Zahl der Mieter zunimmt, auch optisch putzt sich das Viertel heraus. Am heutigen Donnerstag wurde das Großkunstwerk “Boulevard & Natur” von Künstler SatOne am Hochhaus Georgstraße präsentiert.

Der mit bürgerlichem Namen Rafael Gerlach genannte 40-Jährige nutzte rund 200 Liter Farbe in 40 verschiedenen Farbtönen, um aus dem tristen Haus einen optischen Hingucker zu machen. Zehn Tage lang verbrachte Gerlach je 10 bis 12 Stunden auf dem Gerüst, um das 30 Meter hohe und 12,5 Meter breite Werk zu malen.

“Meine Intention ist es immer, mich mit der Umgebung auseinander zu setzen und der Situation anzupassen”, erzählt Gerlach über seine Herangehensweise. Aufgefallen sei ihm am Brühl vor allem das viele Grün und die typischen Brühllampen. Diese habe er als Früchte in sein Bild einfließen lassen. Ansonsten wollte er zu dem, was an der Fassade nun genau dargestellt sei, eher nichts sagen. “Ich will die Kreativität und Phantasie des Betrachters anregen”, sagt er über seine abstrakte Malweise.

Die von SatOne aufgehübschte Giebelseite wird nicht das einzige Kunstwerk am Hochhaus Georgstraße 24/26 bleiben. Am Montag beginnt das Künstlerduo HomBoog, bestehend aus Pablo Fontagnier (Hombré) und André Morgner (Boogie), mit der Fassadenseite, die der Georgstraße zugewandt ist.

Die beiden gehen stilistisch ganz anders ans Werk. Statt auf Abstraktes setzen sie auf Illustration. HomBoog werden ein Bild kreieren, dass die Rückeroberung des lange von Leerstand geprägten Boulevards durch Kinder symbolisiert. Eine Gruppe junger Wilder wird mit Hilfe von zahlreichen Gegenständen – die sie augenscheinlich in ihren Kinderzimmern gefunden haben – versuchen, die Wände des Hochhauses zu erklimmen. Damit setzen HomBoog ein unübersehbares Zeichen für Familien in diesem Stadtteil.

Die typischen Brühl-Lampen wurden im abstrakten Werk aufgenommen.

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