Neues VMS-Ticket: Junge Leute sollen mobiler werden

Die 18-jährige Jasmin Schenke aus Chemnitz erhielt von VMS-Verbandchef Christoph Scheurer das symbolische erste Ticket. Foto: Cindy Haase

Chemnitz. Um die Mobilität junger Leute zu verbessern wurde heute vom Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) ein neues Ticket vorgestellt, das ab 1. Dezember zum Einsatz kommt: das JungeLeuteTicket. Damit können junge Frauen und Männer ab dem 16. bis einschließlich dem 26. Geburtstag unabhängigkeit von der Tarifzone im Gebiet der VMS Bus, Bahn und Zug nutzen.

Jasmin Schenke (18) aus Chemnitz war heute die erste, die vom VMS-Verbandsvorsitzenden Dr. Christoph Scheurer symbolisch das erste Ticket in Empfang nahm. “Ich habe im August eine Ausbildung in Limbach-Oberfrohna begonnen und bin bisher immer mit dem Roller gefahren. Aber bei dem Wetter jetzt ist das nichts mehr. Deshalb ist das neue Ticket perfekt für mich”, freut sich die angehende Bürokauffrau über die 48 Euro monatlich kostende Flatrate für Busse und Bahnen.

Im Gegensatz zum Beispiel zur Schülerverbundkarte (44 Euro monatlich) können mit dem JungeLeuteTicket alle im entsprechenden Alter fahren – unabhängig von Nachweisen einer Ausbildung oder Schulzugehörigkeit. Außerdem beträgt die Mindestvertragslaufzeit bei der Neuvorstellung nur vier Monate (im Gegensatz zu Jahrestickets bei der Schülerverbundkarte) und ist somit auch für Menschen geeignet, die beispielsweise lediglich die Wintermonate überbrücken wollen. “Unser Ziel ist es natürlich, dass junge Menschen den Umstieg aufs Auto verschieben oder ganz weg lassen”, sagt Jens Müller, Leiter der Unternehmensentwicklung bei der VMS und federührend für das JungeLeuteTicket mitverantwortlich.

“Wir haben bis heute schon 81 Anmeldungen”, ist auch Christoph Scheurer zufrieden. Auch an einem derzeit viel diskutierten Azubiticket, dass Verbandsübergreifend für ganz Sachsen gültig ist, werde gerarbeitet. “Aber das können nicht wir allein entscheiden”, so der VMS-Verbandsvorsitzenden. “Insgesamt müssen sich auch die Verbände aus dem Vogtland, Mitteldeutschland, Oberelbe, Oberlausitz und Niederschlesien einig werden”, verdeutlicht Jens Müller. Sein Verband sei mit diesem Flatrat-Angebot schon sehr weit vorn. Andere müssten dort nachziehen. Einen Starttermin für ein sachsenweites Ticket konnte er deshalb noch nicht nennen.

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