Nicht alles sprudelt, was Brunnen heißt

Die Tuchmacher haben ebenso die Bierbrauer (im Hintergrund) Wasser benötigt. Mit ihrem Wasserspiel erinnern die beiden Brunnen an Jahrhunderte alte Traditionsgewerke in der Stadt Zwickau. Fotos: tsc

Die Zwickauer haben sich mittlerweile schon daran gewöhnt: Nicht alles sprudelt, was Brunnen heißt. Auch die Touristen würden gern das eine oder andere Wasserspiel in der Innenstadt bewundern. Doch auch in diesem Jahr ziert das edle Nass nicht alle zehn sich in der Innenstadt von Zwickau befindlichen Brunnen und Wasserspiele.

Im Jubiläums-Geburtstags-Jahr der Stadt bleiben diesen Sommer der Schwanenbrunnen, der einer grundlegenden Sanierung unterzogen wird, der Kinderreigen-Brunnen vor dem Theater, hier fließt vermutlich wegen des defekten Absperrschiebers unkontrolliert Wasser ab, trocken. Letzterer erfährt möglicherweise zeitnah eine Reparatur. Wegen den Sanierungsmaßnahmen am und im Theater und des dadurch anfallenden Baustaubs ist eine Inbetriebnahme natürlich auch in Frfage zu stellen. Aus gleichem Grund ist auch die Flamingogruppe außer Betrieb.

Frisch saniert präsentieren sich hingegen der Tuchmacher- und Bierbrauer-Brunnen in der Katharinenstraße. Die sind nun sogar in den Abendstunden beleuchtet sind. Ebenso der sich dort anschließende Marktweiberbrunnen. Weiterhin seit zirka Ende März in Betrieb sind der Brunnen der Freundschaft auf dem Schumannplatz, der Kornmarktbrunnen und der Sprudler im Domhof.

Was aber bis dato den aufmerksamen Zwickauer und deren Gäste nicht entgangen ist: Warum beginnen diese erst gegen Mittag, etwa 11 Uhr, mit ihrem Wasserspiel? Gingen doch die jeweils verschiedenen funktionierenden Exemplare in den vergangenen Jahren doch in den frühen Vormittagsstunden, so gegen 10 Uhr, in Betrieb. Ganz einfach: Diesmal haben „sie“ ganz einfach die Umstellung auf Sommerzeit verschlafen. Erst Mitte vergangener Woche wurden die Zeitschaltuhren entsprechend umgestellt. Nun plätschert und sprudelt es sinnlich vor sich hin. Aber Obacht! Nur plätschern lassen und nicht trinken! Der einzige Trinkwasserbrunnen befindet sich auf dem Westspiegel des Hauptmarktes.       tsc

Noch zu kämpfen mit der Sommerzeit und Einstellungen für den Dauerbetrieb hat der Marktweiberbrunnen. Hingegen ist das Wasser bei den „Kollegen“ im Hintergrund (Bierbrauer- und Tuchmacher-Brunnen) schon fleißig am Fließen.

 

Nur mal zur Erinnerung: So sieht der Schwanenbrunnen mit Wasser aus. Doch dieser Anblick wird im 900er Geburtstagsjahr nicht wie sonst als aktuelles Postkartenmotiv zu haben sein.

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