Niners beißen sich bei den Tigers durch

Die NINERS kehren mit zwei Punkten heim! Am Sonntagabend setzten sich Sachsens beste Korbjäger vor gut 1.800 Zuschauern in der Tübinger Paul-Horn-Arena mit 94:80 (38:45) durch. Dabei musste sich die „Orange Army“ jedoch kräftig strecken, denn insbesondere in der ersten Halbzeit spielten die gastgebenden Tigers stark auf und setzten sich zwischenzeitlich auf 13 Punkte ab. Dank einer geschlossenen Teamleistung, neben Topscorer Niklas Wimberg (19 Zähler) punkteten fünf weitere Akteure zweistellig, konnte Chemnitz die Partie jedoch erfolgreich drehen und letztlich auch den Ausfall von Jonas Richter wettmachen.

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Weil parallel Verfolger Bremerhaven gegen Heidelberg unterlag, vergrößerten die NINERS mit ihrem 22. Sieg in Serie den Vorsprung an der Tabellenspitze der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA auf nunmehr zehn Zähler. Dass Chemnitz im Neckartal der 100-Punkte-Marke letzten Endes doch wieder verdächtig nahe kam, war zu Spielbeginn noch nicht abzusehen. Der NINERS-Motor stockte gewaltig, was die Gastgeber zunehmend besser nutzten. Nach einem noch ausgeglichenen 10:10-Start bescherten Kris Davis, Justin Strings und Sven Stammberger ihren Tigers einen 10:0-Lauf. Leon Hoppe, der wegen Richters verletzungsbedingtem Ausfall früh aufs Feld durfte, und Virgil Matthews antworteten zwar mit fünf Zählern, doch Stammberger sowie Johnathan Jordan stellten bis zur ersten Viertelpause fast schon wieder den gleichen Abstand her (24:15).

Im zweiten Abschnitt legte Tübingen mit zwei Stammberger-Dreiern zum 34:21 weiter nach, bis Chemnitz dann doch allmählich den Schalter umzulegen vermochte. Drei Dreier von Ivan Elliott, Terrell Harris und Niklas Wimberg sowie sichere Freiwürfe des frischgebackenen Nationalspielers brachten die NINERS endlich in Schlagdistanz. Obwohl Jordan, Philipp Neumann und Diante Baldwin noch einmal für Tübingen konterten, durfte sich Chemnitz nach Virgil Matthews‘ Dreier zum 35:42-Anschluss beim Kabinengang durchaus wieder berechtigte Hoffnungen auf den zehnten Auswärtssieg hintereinander machen. Den Optimismus konnte auch ein Tigers-Dreier von Jordan zu Beginn des dritten Durchgangs nicht bremsen, denn die NINERS legten nun an beiden Enden des Feldes mächtig zu.

Lohn der bissigeren Verteidigung und klügeren Offensivarbeit war ein beeindruckender 14:0-Lauf, der Chemnitz erstmals seit dem Startviertel
wieder in Front brachte. Tübingen versuchte zwar über seine US-Boys Baldwin und Jordan den Anschluss zu wahren, doch weil Matthews, Wimberg und Robin Lodders mit einer seiner besten Saisonleistungen immer eine Antwort parat hatten, durfte Chemnitz mit einer 64:54-Führung in die letzte Pause gehen.

Einzig Malte Ziegenhagen war bis dahin noch fast gar nicht in Erscheinung getreten, stellte nun aber unter Beweis, dass mit ihm stets zu rechnen ist. In den ersten drei Minuten des Schlussviertels jagte der Kapitän drei Dreier durch die Reuse und schraubte das NINERS-Polster auf 75:60. Tübingen gab sich vor heimischen Publikum jedoch nicht geschlagen und kämpfte sich drei Minuten vor Schluss wieder auf 74:80 heran. Dann aber netzten Wimberg sowie Dominique Johnson die nächsten Dreier und Terrell Harris machte mit seinem Korbleger zum 88:77 endgültig den Deckel drauf. „Die Tigers haben es uns heute sehr schwer gemacht, aber wir konnten zum Glück noch eine Schippe drauf legen“, freute sich Ziegenhagen über den 24. Saisonsieg.

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