NINERS gewinnen auch Spitzenspiel gegen Hamburg

Aufgrund des hohen Interesses am Spitzenspiel wurden auch Stehplätze auf beiden Seiten vergeben. Fotos: Cindy Haase

Chemnitz. Spitzenspiel in der 2. Barmer Basketball Bundesliga: Die Tabellenersten der NINERS hatten heute in der heimischen Hartmannhalle die Hamburg Towers zu Gast, die den Chemnitzern auf Platz zwei dicht auf den Fersen sind. Die Partie versprach also einen Kampf der Giganten.

Die Intensität war von der ersten Sekunde an hoch. Das Glück war allerdings im ersten Viertel eher auf Seiten der Gäste aus Hamburg, die nach sechs Minuten eine Führung zum 10:18 erarbeiteten. Zeit für den Kapitän Malte Ziegenhagen. Mit einem Dreier brachte er die NINERS auf fünf ran und sorgte für entsprechend frischen Wind. Das Viertel endete trotzdem klar für die Towers mit 17:25.

Volle Unterstützung gab es von Fans und Cheerleaders.

Einem Rückstand hinterher zu laufen, sind die NINERS in dieser Spielzeit nicht unbedingt gewöhnt bisher. Die meisten Parteien zuvor wurden vor allem in den ersten Vierteln klar dominiert. Und Hamburg legte nach, wogegen bei den Chemnitzern die Bälle einfach nicht durchs Netz fallen wollten. Selbst bei den Freiwürfen taten sich die Gastgeber schwer. Mitte des Viertels lag Chemnitz 12 Zähler hinten.

Die Fans zogen nun den Lärmjoker und versuchten die Gegner in Grund und Boden zu brüllen. Die Towers zeigten sich zwar unbeeindruckt, aber die NINERS zogen Energie daraus, wie ein Dunk von Robin Lodders 3:30 vor der Halbzeitpause zeigte. Ziegenhagen forderte die Fans auf, nicht nachzulassen. Die Hartmannhölle bebte. Dem Hamburger Zug zum Korb tat das aber keinen Abbruch. Mit 36:47 ging es in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel kamen die NINERS deutlich besser ins Spiel. Sie trafen mehr Würfe und verteidigten aggressiver. Doch der Hamburger Vorsprung blieb. Hinzu kamen einige äußerst strittige Schiedsrichterentscheidungen. Mit einer gehörigen Portion Frust im Bauch und zwei Dreiern von Ivan Elliott kämpften sich die Hausherren wieder heran.

Beim Stand von 56:59 war es wieder ein völlig offenes Spiel. Und noch ein Dreier von Elliott! Der Amerikaner war „on fire“. Mit 2:40 im Viertel zu spielen, lagen die NINERS erstmals seit den ersten Punkten des Spiels wieder in Führung – mit einem Punkt. Was für eine spanende und hochklassige Partie! Vor dem Schlussabschnitt lagen die Chemnitzet hauchdünn mit 69:67 vorn.

Auf den Sitzen hielt es in den letzten zehn Minuten von den 2512 Zuschauern keinen mehr. Mit tollem Teamplay bauten die Tabellenführer ihren Vorsprung langsam aus. Sieben Minuten vor dem Ende betrug er sieben Punkte. Doch die Spieler von Hamburg-Trainer Michael Taylor – der ehemalige Aufstiegecoach der NINERS – kamen Dank vieler Offensiv-Rebounds zurück.

Aber die Chemnitzer wollten unbedingt auch im achten Saisonspiel an ihrer makellosen Bilanz festhalten und gaben noch mal richtig Gas. 2:44 vor dem Ende war der Vorsprung immer noch bei sieben. Die Towers leisten sich einen Turnover und Malte Ziegenhagen legt noch drei Punkte auf Chemnitzer Seite nach. Auf der Gegenseite trafen die Hamburger für zwei. Noch 82 Sekunden und Elliot erhöhte mit einem von zwei Freiwürfen auf neun Zähler Vorsprung.

Diesen Sieg lassen sich die NINERS nicht nehmen und gewinnen auch das achte Saisonspiel der 2. Barmer Basketball Bundesliga. Nach dem 90:79-Triumph gegen Hamburg festigen die Chemnitzer Korbjäger ihre Tabellenführung. Außerdem stellten die NINERS den Vereinsrekord aus der Saison 2005/06 von acht Siegen in Folge ein. Im nächsten Spiel auswärts in Paderborn könnten die Chemnitzer am 16.11. den Rekord brechen.

Bester Akteur der NINERS war heute Ivan Elliott mit 25 Punkten.

 

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