NINERS mit Zittersieg gegen Aufsteiger

Kapitän Malte Ziegenhagen erhält den Goldenen Ball als bester Spieler der vergangenen Saison. Fotos: Cindy Haase

Chemnitz. Rein vom Papier sollte dieses Spiel eine klare Angelegenheit werden: Die beste Mannschaft der vergangenen Saison, die NINERS aus Chemnitz, gegen den Aufsteiger, die Wiha Panthers Schwenningen. Am heutigen Abend trafen beide erstmals in der Barmer 2. Basketball Bundesliga aufeinander.

Den ersten Höhepunkt gab es schon vor Anpfiff. Malte Ziegenhagen wurde als bester Spieler der Liga für seine Leistungen in der abgelaufenen Spielzeit ausgezeichnet.

Weniger preisverdächtig war die Anfangsphase des Spiels aus Sicht der NINERS. Die Gäste erwischten den deutlich besseren Start und gingen mit 7:13 in Führung. Die Hausherren hatten einfach kein Glück im Abschluss, so dass die Baden-Württemberger streckenweise sogar auf neun Zähler davon ziehen konnten. Mit dem Stand von 19:24 zum Ende des ersten Viertels konnte Cheftrainer Rodrigo Pastore nicht zufrieden sein.

Offenbar fand er in der kurzen Unterbrechung die richtigen Worte, denn nach knapp zwei Minuten waren die NINERS wieder dran. Allerdings zeigten sich die Panther unbeeindruckt und punkteten. Leon Hoppe konnte mit einem Dreier weniger als vier Minuten vor der Halbzeitpause allerdings die erste Führung der Orange Army erkämpfen. Wer dachte, der Knoten sei nun geplatzt, wurde allerdings enttäuscht. Abstimmungsprobleme und teilweise schlechte Wurfauswahl hielten die Partie eng und so ging es mit 42:41 in die Kabine. Mut machte allerdings der Dreier von Malte Ziegenhagen mit Ablauf der Uhr.

Gut besucht aber nicht so voll wie zum Saisonauftakt zeigte sich die Messe Chemnitz am Mittwochabend.

Auch nach der Pause kam einfach kein Fluss ins Spiel der NINERS. Nur jede zweite Wurf aus dem Feld fand sein Ziel, von der Dreierlinie waren es sogar nur 35 Prozent bis Mitte des dritten Viertels. Auch unter dem Brett kamen die Chemnitzer zu selten zum Zug und überließen den Panthers zu viele Rebounds.

Mit aggressiver Verteidigung versuchten sich die Favoriten neue Chancen zu erarbeiten und konnten so zumindest den zwischenzeitlichen Neun-Punkte-Rückstand aufholen, es blieb aber eng. Nach drei Vierteln war der Spielstand von 62:64 denkbar knapp.

Auch im letzten Spielabschnitt konnte sich keine von beiden Mannschaften absetzen. Die Anspannung in der Messe war zum Greifen. Die 2395 Zuschauer gaben ihr Bestes, um ihre NINERS zu unterstützen und brüllten die Spielstätte auf Hartmannhöllen-Lautstärke. Aber die Treffsicherheit der Panthers von außen ließ sie doch häufiger verstummen.

Zwei Minuten vor dem Ende war es wieder Malte Ziegenhagen, der sonst im Spiel nicht viel Wurfglück hatte, mit einem Dreier, der die NINERS mit einem Dreier zwei Punkte in Führung brachte. Doch Schwenningen glich aus. Und wer anders als Chris Carter war dafür prädestiniert, mit einer Minute auf der Uhr einen wichtigen Dreier einzustreuen? Genau das tat er und brachte sein Team mit 45,5 Sekunden zu spielen drei Punkte in Führung.

Nun war erstmals Schwenningen unter Zugzwang. Die Gäste treffen nicht mehr und die NINERS zittern sich 86:81 zum Sieg.

Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt den NINERS nicht. Bereits am Samstag müssen Malte Ziegenhagen und seine Mitspieler auswärts bei Schalke 04 antreten – es ist dann das dritte Spiel in sechs Tagen.

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