NINERS mit Zittersieg im fünften Saisonspiel

Revanche für das X-Mas-Game wollten die NINERS gegen Karlsruhe. Fotos: Cindy Haase

Chemnitz. Der Tabellenerste NINERS gegen den Tabellenvorletzten Karlsruhe versprach rein vom Papier ein klares Ergebnis in der 2. Barmer Basketball Bundesliga. Doch der Chemnitzer Trainer Rodrigo Pastore hatte eindrücklich im Vorfeld gewarnt, den Kontrahenten zu unterschätzen: „Wir sollten nicht auf die Tabelle schauen.“

Außerdem hatten die NINERS mit den Lions noch eine Rechnung offen. In letzter Sekunde hatten die Karlsruher den Chemnitzern beim X-Mas-Game 2017 die Weihnachtsstimmung verdorben und einen Sieg aus der Messe Chemnitz entführt. Das sollte heute aus Sicht der Gastgeber in der Hartmannhölle nicht wieder passieren.

Die NINERS erwischten einen perfekten Start und führten nach 79 Sekunden mit 6:0. Auszeit Karlsruhe – das sieht man so früh im Spiel auch selten. Doch auch das half nur bedingt. Die Chemnitzer hatten einen Lauf und zogen auf 18:4 davon. Das 1. Viertel endete 24:12.

Wie eine Festung war die Defense der NINERS.

Ähnlich ging es im zweiten Spielabschnitt weiter. Karlsruhe gelang nur eine dürftige Punktausbeute und Chemnitz hatte streckenweise mehr als 15 Zähler Vorsprung. Die Gäste hatten nicht den Hauch einer Chance in der ersten Halbzeit und gingen mit einem 12-Punkte-Rückstand in die Kabine. Magere 28 Zähler waren ihnen gelungen.

Nicht antreten konnte am heutigen Abend Lukas Wank, der sich am Dienstag beim Krafttraining einen Bandscheibenvorfall zugezogen hatte und vier bis sechs Wochen ausfällt.

Nach der Pause kamen die NINERS nicht so richtig ins Spiel, so dass Karlsruhe den Rückstand auf unter zehn Zähler drücken konnte. Doch gegen Ende des dritten Viertels fanden die Chemnitzer wieder ihren Rhythmus und schlossen dieses mit 61:47 ab.

Doch die Lions versuchten, dem Tabellenführer doch noch gefährlich zu werden und pirschten sich sieben Minuten vor Ende wieder auf sechs Punkte ran. Das Zeichen auch für die 2317 Fans in der Halle, zu denen heute auch Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig gehörte, aktiv zu werden. Doch alle Anfeuerungsrufe nützten nichts. Karlsruhe hatte jetzt einen Lauf und verkürzte Mitte des letzten Viertels auf drei Punkte. Sollte sich etwa eine erneut knappe Niederlage wie im X-Mas-Game andeuten?

Unter ohrenbetäubendem Lärm fanden die NINERS wieder zu ihren Stärken zurück, doch auch Karlsruhe hatte ein Momentum. 1:56 Minute vor dem Ende der Partie der erste Punktgleichstand seit Spielbeginn. Das Duell war an Dramatik nun kaum noch zu überbieten.

Malte Ziegenhagen zieht das Foul und macht nur einen Freiwurf rein. Offensivfoul der Lions und somit Chemnitz wieder an der Linie. Jonas Richter vergibt beide Freiwürfe, aber Offensivrebound und neue Chance. Doch auch der Wurf geht daneben. Karlsruhe verfehlt ebenso. 26 Sekunden vor Ende der erlösende Dreier durch Kavin Gilder-Tilbury. Die NINERS nun wieder mit vier vorn. Die Gäste treffen nicht und foulen. Virgil Matthews trifft nur einen, aber sorgt für eine Fünfpunkte-Führung. Der Tabellenführer zittert sich 79:76 zum fünften Saisonsieg in Folge und bleibt somit weiter ungeschlagen.

Topscorer war Gilder-Tilbury mit 23 Zählern.

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