NINERS sichern sich endgültig die Playoffs

Der ehemalige NINERS-Spieler Filip Stanic (links, Würzburg) und der Top-Scorer des Abends Frantz Massenat mit 18 Punkten (rechts, NINERS). Foto: IMAGO|Alexander Trienitz

Holen sich die NINERS endgültig das Playoff-Ticket?
Von Judith Hauße

Können die NINERS Chemnitz heute die Playoffs eintüten? Die Chance dazu hätten sie auf jeden Fall. Und das mit insgesamt 3.654 eigenen Fans im Rücken. Denn das Team von Headcoach Rodrigo Pastore muss an diesem Mittwochabend zuhause gegen Würzburg ran. Die wiederum feierten in den letzten Wochen sieben Siege am Stück und sind derzeit stark wie nie in dieser Saison. Auch die Chemnitzer mussten am 3. April eine bittere 81:71-Niederlage gegen die Franken einstecken.

Allerdings dieses Mal ohne Isiaha Mike, der leicht angeschlagen ist. Dafür ist Ivan Karacic erstmals nach seiner Rückkehr nach Chemnitz wieder auf dem Parkett.

Gleich geht’s los. Tip-Off ist um 19 Uhr.

Starting-Five: Nelson Weidemann, Jonas Richter, Frantz Massenat, Darion Atkins, Trent Lockett

Erster Ball geht an die Gäste, die vergeben allerdings ihre erste Chance. Die nutzt wiederum Darion Atkins für zwei (2:0). Nach einem kurzen Warm-Up mit unnötigen Passfehlern können die Chemnitzer wieder ausgleichen 5:5.

Leichte Patzer in der Verteidigung lassen jedoch bislang zu viele Chancen für die Gäste aus Würzburg zu, die bauen ihre Führung aus (10:16). Die Chemnitzer Verteidigung hat schwer zu kämpfen heute, Nelson Weidemann kassiert ein unsportliches Foul, das die Würzburger auf 18 erhöhen lässt (10:18).

Die Chemnitzer sind noch nicht wirklich im Spiel angekommen, die Führung der Gäste nun auf zehn Punkte (10:20). Die größte Schwäche der Chemnitzer sind bis dato die unglücklichen Ballverluste, die lassen das Spiel der Hausherren wild werden. Das erste Viertel geht dadurch klar an die Würzburger, die kommen wacher aus der Umkleide, Chemnitz mit zu vielen Fehlern, die hart bestraft werden (14:28). Bis dato läuft es für die Gastegeber also nicht nach Plan, die Gäste führen nach den ersten zehn Minuten mit 14 Punkten.

Neben den Ballverlusten hat es der Basketball-Gott bis zu Beginn des zweiten Viertels nicht gut mit den Chemnitzern gemeint, die Trefferquote hält sich bisher in Grenzen, das wird wieder und wieder bestraft (16:31).

Lichtblick. Das Prinzip heute: Trifft der eine nicht, trifft der andere, an Teamwork mangelt es den Chemnitzern zum Glück nicht, verhilft ein wenig, aufzuholen mit einem 4:0-Lauf (20:31).

Mühsam aber nun wacher kämpfen sich die Gastgeber nach vorn. Glückliche Rebounds werden belohnt, Malte Ziegenhagen trifft im Doppel zum 8:0-Lauf, Chemnitz wieder auf zehn Punkte ran (28:38).   Eine deutlich aufgewecktere Phase der NINERS, hoffentlich nicht zu spät, aber punktemäßig ein Lebenszeichen (34:39). Kurz vor der Halbzeitpause kommen sie näher, da waren es bloß noch fünf (38:43).

Nach einem starken Rebound von Malte Ziegenhagen, der an diesem Abend seine Spielzeit ausnutzt, verkürzt Chemnitz mit zwei erfolgreichen Freiwürfen auf 40:43. Hier ist wieder alles ausgeglichen 43:43 – Glücklicher Schütze: Malte Ziegenhagen. Darion Atkins holt die Führung zurück (45:44). Treffen können aber auch die Gäste, jetzt wird’s Ping Pong (45:49). Frantz Massenat trifft zwei sichere Freiwürfe zum Ausgleich (49:49). Minde Susinskas verliert den Ball, Richter rettet ihn und trifft, Teamwork klappt weiter (51:49). Die leichtesten Bälle sind die besten, Richter locker zum 53:49.

Jetzt kommen aber mal die Würzburger in Schwierigkeiten. Das müssen die Chemnitzer nutzen, tun sie auch, 58:49 – Frantz Massenat verbessert die Dreierquote.

Doch auch wenn die Gäste wackeln, abschütteln lassen sie sich heute nicht so einfach, verkürzen auf 58:53 plus Freiwürfe von Craig Moller (58:55). Eine kurze wilde Phase der Chemnitzer bringt Würzburger wieder ran auf einen Punkt. Beide schenken sich heute nun wirklich nichts.

Auf ins letzte Viertel: Die Würzburger können sich kurz vor Schluss des dritten Viertels die 1-Punkte-Führung zurückholen (63:64) – obwohl viele fragliche Fouls im Raum standen. Die Crunchtime-Könige müssen es jetzt reißen, Malte macht den Anfang (66:64), gefolgt von Trent Lockett (68:64), und nicht zu vergessen: Nelson Weidemann bringt nach einem unglücklichen Ballverlust der Gäste den Punktestand auf 70:64. Teamwork!

Fast wären die Fans samt Spielerbank auf das Spielfeld gerannt. Mal wieder sehr kritischen Entscheidungen der Unparteiischen – zumindest aus Sicht der „billigen“ Presseplätze.

Aber: Erneut zahlt sich an diesem Abend das starke Teamplay der Spieler aus, Atkins auf Richter, dieser trifft zum 82:79.

Noch eine Minute auf der Uhr, es steht 84:79. Das ist Crunchtime, wie sie im Buche steht.

Halbe Minute, Würzburg bekommt nochmal Freiwürfe, verkürzt auf 84:80.

Atkins darf aber nochmal von der Freiwurflinie, trifft zum 86:80. Endstand?

Nein, Foul des Würzburgers Cameron Hunt, Atkins erneut an der Linie, erhöht auf 88:82. Jetzt aber ENDSTAND!

Später verliert Crailsheim daheim gegen Alba Berlin 70:78. Für die NINERS Chemnitz bedeutet dies: Das Playoff-Ticket ist ihnen nicht mehr aus der Hand zu nehmen.

 

Hinweis der Redaktion:

Bei der Berichterstattung handelt es sich um einen Live-Spielbericht.

 

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