NINERS-Spieler Jonas Richter geht mit Deutschland auf Medaillenjagd

Heute beginnt in Neapel die 30. Sommer-Universiade und zum ersten Mal überhaupt trägt ein Chemnitzer bei den Weltsportspielen der Studenten das Trikot der deutschen Basketballnationalmannschaft. Der 22-jährige Jonas Richter wurde ebenso wie sein bisheriger NINERS-Teamkollege Lukas Wank von Bundestrainer Henrik Rödlfür das Turnier in Italiens drittgrößter Metropole nominiert.

Schon am morgigen Donnerstag steht für die Studierenden-Auswahl, welche sich im Kern aus aktuellen A2-Nationalspielern zusammensetzt,
die erste Gruppenpartie gegen Norwegen an. Weitere Vorrundengegner sind Kanada und Gastgeber Italien. Insgesamt haben sich 16 Teams für das Basketballmännerturnier der Universiade qualifiziert, darunter der Rekordsieger und 14-malige Titelträger USA, der fünfmalige Champion Russland, aber auch Mannschaften aus allen Teilen der Welt wie Argentinien, Australien, China, Mexiko oder Israel.

Die Weltsportspiele der Studenten werden seit 1959 im Zwei-Jahres-Rhythmus ausgetragen und Basketball ist eine der wenigen Disziplinen, die bislang bei jeder Universiade im Programm waren. Dabei konnte Deutschland zwei Medaillen erkämpfen, jeweils mit den Herrenteams, zunächst 1989 Bronze und 2015 sogar Silber, wobei man im Finale der siegreichen US-Auswahl erst nach zwei Verlängerungen unterlag.

Seinerzeit standen unter anderem die heutigen A-Nationalspieler Johannes Thiemann und Maodo Lo im Aufgebot, das vom damaligen U20-Nationaltrainer Henrik Rödl gecoacht wurde, welcher mittlerweile zum Herrenbundestrainer aufgestiegen ist und erneut das Universiade-Team dirigiert. In dieser Funktion hielt er in den vergangenen Monaten nach den besten deutschen Basketballern, welche parallel eben auch noch
studieren, Ausschau und wurde in Chemnitz gleich zweimal fündig.

Jonas Richter sowie Lukas Wank spielten sich mit ihren Leistungen während der zurückliegenden ProA-Saison in den Fokus und schafften bei den
anschließenden Trainingslagern der A2-Nationalmannschaft den Sprung in die finale Universiade-Auswahl. Begleitet werden sie von zehn weiteren Akteuren im Alter von 21 bis 24 Jahren, die allesamt schon wichtige Rollen bei ihren Clubs in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA oder sogar in der easyCredit BBL haben und zum Teil auch für die künftige A-Nationalmannschaft in Frage kommen.

Auf diesem Karriereweg wäre ein erfolgreiches Abschneiden bei der Universiade in Neapel natürlich mehr als hilfreich, doch die Chancen
der deutschen Auswahl sind vorab schwer einzuschätzen. „Die Spieler sind alle hoch motiviert, neugierig auf das Turnier und haben viel Spaß. Wir wissen aber nicht genau, was auf uns zukommt und müssen zunächst die ersten Spiele abwarten“, traut sich Bundestrainer Rödl noch keine Prognose zu. Wer sehen möchte, wie gut sich die deutschen Studenten in Neapel schlagen, kann sämtliche Partien live und kostenlos unter
www.olympicchannel.com verfolgen.

Aufgebot Universiade 2019: Jonas Grof (Phoenix Hagen), Tim Hasbargen (Team Ehingen Urspring), Haris Hujic (EWE
Baskets Oldenburg, künftig Rostock Seawolves), Karim Jallow (MHP Riesen Ludwigsburg), Leon Kratzer (Fraport
Skyliners), Jonas Richter (NINERS Chemnitz), Moritz Sanders (Nürnberg Falcons), Tim Schneider (ALBA Berlin), Christian
Sengfelder (Basketball Löwen Braunschweig, künftig Brose Baskets Bamberg), Lukas Wank (NINERS Chemnitz, künftig
Basketball Löwen Braunschweig), Jan Niklas Wimberg (Eisbären Bremerhaven), Ferdinand Zylka (Mitteldeutscher BC)

Termine: GER vs. NOR (04. Juli, 10:30 Uhr), GER vs. CAN (05. Juli, 20:00 Uhr), GER vs. ITA (06. Juli, 20:00 Uhr),
Viertelfinale (08. Juli), Halbfinale (09. Juli), Finale (11. Juli)

von Matthias Pattloch

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