NINERS stürmen mit 3:0 ins Halbfinale

Zu Ehren von Virgil Matthews, der heute zum 135. Mal Im NINERS-Trikot auflief und damit neuer Vereinsrekordhalter ist, hatte die Chemnitz Crews den Fans mehrere hundert Winkmasken zur Verfügung gestellt. Fotos: Cindy Haase

Chemnitz. Die NINERS Chemnitz hatten heute die Chance, mit dem dritten Sieg gegen die Karlsruhe Lions innerhalb von sechs Tagen den Einzug ins Playoffs-Halbfinale der Barmer 2. Basketball Bundesliga perfekt zu machen. Bereits vor dem Spiel führte die beste Mannschaft der regulären Saison in der Best-of-Five-Serie mit 2:0. Vor heimischen Publikum in der Hartmannhalle wollte man am Freitagabend den dritten notwendigen Sieg zum Weiterkommen erringen.

Die NINERS starteten nervös in die Partie und lagen nach dreieinhalb Minuten 5:13 zurück. Grund genug für Rodrigo Pastore mit einer ersten Auszeit zu reagieren. Doch die aggressive Verteidigung der Gäste bereitete den Chemnitzern einige Probleme. Zum Glück für die Hausherren hatten die Lions in dieser Phase auch nicht viel mehr Glück im Abschluss. So konnten sich die NINERS zum Ende des Viertels zumindest auf 16:20 heranpirschen.

Auch zu Beginn des zweiten Viertels wollte bei Chemnitz kein richtiger Spielfluss aufkommen. Viele Turnover und missglückte Würfe ließen Karlsruhe auf 14 Punkte davon ziehen. So hatten sich das die meisten Zuschauer nach dem starken Auswärtssieg am Mittwoch nicht vorgestellt.

Die Lions zeigten sich extrem treffsicher von der Dreierlinie, während die NINERS vor allem durch Freiwürfe zu Punkten kamen. Drei Minuten vor der Halbzeitpause schien sich das Blatt endlich zu wenden. Innerhalb von 30 Sekunden schenkte Robin Lodders den Gästen gleich zweimal ein – einmal mit einem herrlichen Dunk. 48 Sekunden vor Ende des Viertels dann der Ausgleich – die Hartmannhölle war auf dem Siedepunkt angekommen. Mit zwei verwandelten Freiwürfen konnte Malte Ziegenhagen sein Team mit 42:40 in die Kabine führen.

Erstmals waren auch die Stehplätze auf beiden Seiten des Feldes sehr gut ausgelastet.

Nach der Pause lieferten sich beide Mannschaften weiterhin ein Duell auf Augenhöhe. Kein Team konnte sich wirklich absetzen. Mitte des Viertels sorgten einige sehr strittige Schiedsrichterentscheidungen zu Ungunsten der NINERS für wütende Rufe und Pfiffe der ohnehin für ihre Lautstärke bekannten Fans. So blieb es auch mit Beginn des 4. Viertels beim Stand von 61:62 nervenaufreibend spannend.

2817 Zuschauer flippen förmlich aus, als Lukas Wank zu Beginn von Viertel vier mit einem Monster-Dunk abschloss. Was für ein Korb! Zur Freude der Fans ging das Spektakel weiter. Mit mehreren Dreiern hielt Malte Ziegenhagen sein Team in Front. Matt Vest setzte mit einem völlig freien Fast-Break-Dunk ein weiteres Ausrufezeichen. Mitte des letzten Spielabschnittes lagen die Chemnitzer 76:67 in Front.

Das sollte doch reichen! Die Lions bäumten sich noch einmal auf, doch gegen diese Mannschaftstiefe kamen sie letztlich nicht an. Mit 86:75 besiegten die NINERS Chemnitz die Karlsruhe Lions und ziehen ins Halbfinale ein. Topscorer der NINERS war Malte Ziegenhagen mit 28 Punkten.

Die NINERS spielen am kommenden Samstag, 20. April, ihre erste Halbfinalpartie daheim in Chemnitz. Der Gegner wird noch zwischen den Hamburg Towers und Rostock Seawolves ermittelt. Hamburg führt in der Serie 2:1. Gewinnen die Chemnitzer auch die nächste Best-of-Five-Serie, ist der sportliche Aufstieg sicher.

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