Niners verlieren daheim gegen Crailsheim

Maurice Stuckey (HAKRO Merlins Crailsheim) Mitte und Malte Ziegenhagen (Niners Chemnitz) . Foto: IMAGO / Eibner

Nach zuletzt vier Auswärtsspielen in Folge dürfen die Niners am Mittwoch (14.4.) wieder Gäste in der heimischen Messe empfangen. Der Gegner: Die Hakro Merlins aus Crailsheim.

Die Wege beider inzwischen BBL-Mannschaften kreuzten sich in gemeinsamen Zweitligazeiten schon 24 Mal. Die Bilanz: 11:13 knapp für Crailsheim. Im Herbst letzten Jahres kam es dann
zum ersten Kräftemessenin der easyCredit Basketball Bundesliga, das die Merlins in eigener Halle mit 88:76 für sich entschieden. „Vielleicht können wir uns dafür revanchieren“, traut Niners-Coach Rodrigo Pastore seinem Team an einem guten Tag durchaus eine Überraschung gegen die favorisierten Gäste aus Baden-Württemberg zu.

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Zurück auf dem Parkett ist Filip Stanic, der aufgrund von Kreislaufbeschwerden zuletzt ausfiel. Joe Lawson hingegen setzt weiterhin wegen Achillessehnenbeschwerden aus.

Von Verletzungssorgen kann auch Crailsheim ein Lied singen. Das Überraschungsteam der laufenden Spielzeit verlor in den vergangenen Monaten mit Tim Coleman (10.9 Punkte pro Partie) und Haywood Highsmith (7.9) schon zwei wichtige Leistungsträger, deren Ausfall auch die nachgerückten Nimrod Hilliard (8.4) und Jermaine Haley (4.2) nicht ganz kompensieren konnten.

Starting-Five: George King, Isiaha Mike, Jonas Richter, Terrell Harris, Marcus Thornton

Der erste Ball gehört den Niners. George King trifft für 3.

Stark verteidigt auf Chemnitzer Seite verlieren die Crailsheimer den Ball, die strafen es mit einem Foul. Jedoch zugunsten der Gastgeber. King nimmt die Freiwürfe dankend mit zwei Punkten an (5:2).

Die Chemnitzer stehen defensiv gut und mit dem Treffen klappt’s heute auch zunehmend besser (8:4). Die Gegner dennoch immer auch den Fersen, die bleiben dran. King scheint aber wieder zu seinem Spiel gefunden zu haben, trifft erneut für drei (13:7).

Ebenso Filip Stanic ist zurück, trifft nach einem Rebound zum 15:10. Und gleich danach der Doppelpack für ihn (17:12). Die Chemnitzer kommen inzwischen immer besser ins Spiel (19:12). Crailsheim mit der ersten Auszeit.

Die Niners juckt das aber nicht, Thornton nun auch erfolgreich von der Dreierlinie (24:12). Unmittelbar danach strebt Isiaha Mike mal wieder fast die Magenta-Top-Ten an und verwandelt im Anschluss mit einem Freiwurf nach einem Foul von Crailsheim zwei Punkte in drei (27:15).

Jonas Richter mit dem Steal zu Beginn des zweiten Viertels, King wird aber gefoult, Freiwurf geht rein (28:15).

Die Chemnitzer nach einem kurzen Power-Nap inzwischen mit einer 11-Punkte-Führung (31:20).  Die Gäste nun erneut mit einer Auszeit nachdem Marcus Thornton die Führung ausbaut (33:20).

Malte Ziegenhagen macht die Führung perfekt, erst unter dem Korb dann mit dem erfolgreichen Freiwurf (35:22). Das wollen die Gäste allerdings nicht auf sich sitzen lassen, bleiben dran (36:25). Chemnitz zwingt dies zur ersten Auszeit im Spiel. Die scheint aber noch nicht ganz so gut gefruchtet zu haben, Crailsheim kommt wieder näher, Bell-Haynes für zwei (36:30). Warum verteidigt ihn keiner?

Kurz vor der Halbzeitpause ist nun etwas der Wurm bei den Chemnitzern drin, die Gäste mit vier Punkten dran (38:34). Noch eine Minute, Stanic mit dem Rebound und zwei erfolgreichen Freiwürfen (39:34).

Wenige Sekunden vor Schluss des zweiten Viertels gibts dann doch noch eine kleine turbulente Punkte-Parade beiderseits. Durch einen starken Auftritt von Stanic bleibt aber die Führung bei Chemnitz (41:38).

Anscheinend gab es für die Hakro Merlins einen ordentlichen Schluck aus dem Zauberbecher Merlins. Die Gäste mit der ersten Führung (41:43).

Das Spiel kippt leicht, die Turnovers von Chemnitz vermehren sich (12:7). Die Gegner strafen jeden Ballverlust (41:45).

Der Zauber der Gäste lässt allmählich nach. Inzwischen wechselt die Führung im Sekundentakt (48:47). Richter baut aus (50:47). McNeace kontert mit einem Dreier (50:50).

Crailsheim nun mit ihrer höchsten Führung im Spiel (50:55). Und wer das zweite Viertel schon turbulent fand, was sagt er dann wohl zum dritten Viertel? Beide Mannschaften kämpfen um jeden Ball, beide müssen Fouls einstecken und die Gäste gehen mit einer 54:59-Führung ins letzte alles entscheidende Schlussviertel.

Open Space für Mike, der hat jetzt wohl doch noch seinen Top-Ten-Moment. Die Chemnitzer halten sich derzeit aber nur mit solchen Einzelaktionen über Wasser. Und dann kommt da so ein George King, der heute fast alles trifft (61:66), drei gefolgt von zwei (63:69). Pastore nimmt dennoch die Auszeit, die längst überfällig war.

Die Chemnitzer geben den Kampf noch nicht auf, Harris verkürzt auf 66:71. Noch vier Minuten sind zu spielen.

Die Gäste bauen ihre Führung aber weiter aus, inzwischen auf 68:79. Der Zauber nimmt wieder Fahrt auf und die Turnovers haben die 20er–Marke geknackt bei den Chemnitzern.

Ein Spiel, das für ordentlich aufgeheizte Gemüter sorgte.

Nach einem guten ersten und einen akzeptablem zweiten  Viertel kam jedoch der Bruch oder besser gesagt, die Zauberkräfte Merlins ins Spiel. Die Chemnitzer können den Vorsprung der Crailsheimer nicht mehr aufholen. Die Gäste drehten die Partie zur Halbzeit und gewinnen 73:85.

 

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