NINERS verpassen Aufstieg in die 1. Basketball-Bundesliga

Mit diesen Fans im Rücken sollte der Sieg gelingen. Fotos: Cindy Haase

Chemnitz. Was für eine Spannung! Was für eine Dramatik! Und was für eine Enttäuschung! Mit einer Niederlage im alles entscheidenden fünften Playoff-Halbfinale gegen die Hamburg Towers sorgten die NINERS heute Abend in der Hartmannhalle für grenzenzlose Traurigkeit bei ihren Anhängern.

Spieler weinten auf dem Platz, Fans lagen sich tröstend im Arm und trauerten um die Chance, gemeinsam den größten Erfolg der Vereinsgeschichte zu erreichen. Mit dem Sieg über Hamburg wären die NINERS Chemnitz in die höchste deutsche Basketball-Liga, die easyCredit BBL, aufgestiegen. Dieses Privileg ist nun Hamburg vergönnt.

Spielverlauf

Von Beginn an herrschte eine extrem hohe Intensität, was nicht zuletzt an den sich lautstark duellierende Fanlagern lag. Doch mit ihren Anhängern, die zum Großteil kostenlos auf Einladung des Vereins von Hamburg nach Chemnitz gekommen waren, konnten sie gegen die Übermacht der „orangenen“ Fans nicht punkten.

Als Team gewonnen, als Team verloren. Das Dankeschön für die tolle Saison war den NINERS dennoch gewiss.

Dass sich die Teams auch auf dem Platz nichts schenken würden, war bereits nach den letzten vier Spielen klar. Die bessere Trefferquote von außen sicherte den Towers aber das erste Viertel, das 16:21 endete. Weitere zwei Punkte für Hamburg kamen nach der kurzen Pause dazu, bis Malte Ziegenhagen mit einem Dreier die Chemnitzer wieder auf vier ran brachte. Doch insgesamt lief die Offensivmaschinerie der Towers bis zu dem Zeitpunkt deutlich besser. Der Rückstand der NINERS wuchs Mitte des zweiten Viertels auf zehn Punkte an. Jetzt hieß es: Alarmstufe rot.

Chemnitz gelang es nicht, gute Spielzüge aufzusetzen sondern flüchtete sich in wilde Einzelaktionen, die allerdings auch nicht den gewünschten Erfolg brachten. Mit einem 27:37-Rückstand ging es in die Halbzeitpause. Cheftrainer Rodrigo Pastore hatte sicherlich Gesprächsbedarf. So hatten er und seine Spieler sich den Abend bisher nicht vorgestellt.

Nach der Pause das gleiche Bild: Hamburg traf Würfe, die NINERS trafen nicht mal von der Freiwurflinie. Nach dreieinhalb Minuten im dritten Viertel hatten sich die Gäste aus Hamburg 16 Punkte abgesetzt. Sollten die Träume der NINERS nach dieser herausragenden Saison auf diese Art zerstört werden?

Nicht wenn es nach Malte Ziegenhagen ging! Er übernahm jetzt Verantwortung und riss seine Mitsspieler mit. 3:27 Minuten vor Viertelende zwar immer noch neun Punkte Rückstand, doch jetzt hatte man endlich das Gefühl, der Knoten könnte platzen.

In einer fulminanten Aufholjagd kämpften sich die NINERS wieder auf sechs Zähler ran. Alles schien wieder möglich. Wenn nur die Freiwürfe besser sitzen würden! Nach Jonas Richter verlegte auch Kavin Gilder-Tilbury beide. Das dritte Viertel endete somit 46:56 und deutlich besser für Hamburg als nötig.

Malte Ziegenhagen war die Enttäuschung nach dem Spiel anzumerken. Eine richtige Erklärung fand auch er nicht.

Zehn Minuten blieben den NINERS noch, um das Spiel zu ihren Gunsten zu drehen. Keine unlösbare aber auch keine einfache Aufgabe. Und die Chemnitzer Basketballer warfen ihr ganzes Herzblut in die erste Minute des vierten Viertels und kamen auf zwei Punkte ran. Die Hartmannhölle tobte und witterte Morgenluft.

Doch die Towers waren nicht bereit, ihre Führung einfach herzugeben sondern erhöhten Mitte des Viertels auf neun Punkte Vorsprung. Es blieb den NINERS nicht mehr viel Zeit. Weniger als zwei Minuten vor Ende zwei schnelle Dreier und der Rückstand bei fünf und das mögliche Dreipunktspiel von Jonas Richter. Verworfen. Der Rückstand bei 3 Punkten. Letztlich sind nur noch 20 Sekunden auf der Uhr und Chemnitz vier Punkte hinten. Das reicht nicht. Das Spiel geht 72:78 aus. Bitteres Ende für eine tolle Chemnitzer Saison.

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