Niners wollen sich morgen oben festbeißen

Chemnitz. Die NINERS sind an diesem Freitag zu Gast beim VfL Kirchheim Knights. Ein Blick auf die Tabelle verrät, mit fünf Siegen bei nur einer Niederlage steht Chemnitz momentan auf dem dritten Platz, während die Bilanz der Ritter genau umgedreht ausfällt. Aktuell bilden sie eher das Schlusslicht.  NINERS-Coach Rodrigo Pastore erinnert sich an so manch eine Niederlage gegen die süddeutsche Mannschaft. „Sicherlich gelten wir als Favorit, aber die Knights waren schon immer ein sehr unbequemer Gegner und haben es uns besonders in ihrer eigenen Halle niemals leicht gemacht.” Diesen Samstag will Chemnitz jedoch als Sieger vom Parkett gehen und den Anschluss an die Tabellenspitze halten. Diesen Samstag will Chemnitz jedoch als Sieger vom Parkett gehen und den Anschluss an die Tabellenspitze halten.

Im Duell mit Kirchheim kann Pastore wohl wieder auf die Dienste von US-Routinier Ivan Elliott setzen, der nach zweiwöchiger Verletzungspause dieser Tage ins Mannschaftstraining zurückkehrte So ist die elf Spieler starke Kernrotation der NINERS von C wie Carter bis Z wie Ziegenhagen endlich wieder komplett und lässt dem Coach viele taktische Variationsmöglichkeiten. Bemerkenswert: Die elf Akteure bringen es insgesamt auf genau 600 ProA-Einsätze für Chemnitz. Kein anderes aktuelles Team der 2. Basketball Bundesliga hat eine derart große „vereinseigene Profi-Erfahrung“ in seinen Reihen. Das Gesicht der NINERS ist also ein durchaus bekanntes, was den Wiedererkennungswert des Teams steigert und nicht zuletzt das automatisierte „Teamplay“ fördert.

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„Es hilft uns sehr, dass viele unserer Jungs schon über einen längeren Zeitraum hinweg zusammenspielen und unseren Stil verinnerlicht haben. Das sieht man auch an den Zahlen“, verweist Pastore auf einige durchaus beeindruckende Werte. So erzielt Chemnitz mit durchschnittlich 94 Punkten pro Partie die meisten Zähler aller ProA-Clubs. Die Trefferquoten bei Zweiern (62.4 %) und Dreiern (40.9 %) sind ebenso Ligaspitze wie die Anzahl der Assists (22.7) und Ballverluste (nur 10.5 pro Spiel). Von der Freiwurflinie (77.5%) ist lediglich Heidelberg besser. „In den letzten beiden Partien haben wir zudem defensiv einen besseren Job gemacht und im Schnitt nur 71 Punkte zugelassen“, blickt Pastore auf die Duelle mit Tübingen sowie Schalke zurück und sieht hier einen entscheidenden Schlüssel für das bevorstehende Match: „Wenn wir in Kirchheim ebenso engagiert verteidigen und im Reboundduell mit hoher Intensität dagegenhalten, stehen die Chancen auf einen Sieg sicherlich gut.“

Umgedreht finden sich in den Reihen der Knights mehrere Spieler, welche einen Mangel an Einsatz zweifellos bestrafen würden. „Mit DaJuan Graf haben sie gerade erst ihren starken Starting-Pointguard der Vorsaison zurückgeholt, der nun mit Topscorer Jalan McCloud ein gefährliches Backcourt-Duo bildet. Andreas Kronhardt und Keith Rendleman sind enorm erfahrene Akteure auf den großen Positionen und Flügel Kevin Wohlrath hat im Vergleich zum letzten Jahr einen großen Entwicklungsschritt gemacht“, nennt Pastore einige der wichtigsten Kirchheimer Leistungsträger. Zu diesen gesellen sich mit Routinier Tim Koch sowie den Neuzugängen Till Pape, Nico Brauner und Brian Butler als auch dem zuletzt angeschlagenen Mitch Hahn fünf weitere gute Akteure, so dass die Mannschaft von Cheftrainer Mauricio Parra letztlich auf jeder Position doppelt besetzt ist. „Sie hatten zu Saisonbeginn vielleicht etwas Pech, aber dieser Kader ist definitiv zu stark für die hinteren Tabellenplätze. Deshalb sollten wir auf der Hut sein und Samstag hellwach auftreten“, fordert Pastore höchste Konzentration.

 

TERMINE: VfL Kirchheim Knights vs. NINERS Chemnitz, Samstag, 26.10.2019, 19:00 Uhr, Sporthalle Stadtmitte Kirchheim NINERS Chemnitz vs. MLP Academics Heidelberg, Donnerstag, 31.10.2019, 19:30 Uhr, Messe Chemnitz
Von Matthias Pattloch

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