NINERS wollen zurück in die Erfolgsspur

Chemnitz. Nach gut einem Monat betreten die NINERS Chemnitz an diesem Freitag endlich wieder das Parkett der geliebten Richard-Hartmann-Halle. In ihrem Wohnzimmer wollen die Spitzenreiter der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA den Abwärtstrend der letzten Wochen endlich stoppen und gern den ersten Rückrundensieg einfahren.

Dafür müssen sie ab 20:00 Uhr mit den gastierenden RÖMERSTROM Gladiators Trier jedoch eine beträchtlich hohe Hürde überwinden. „Das wird für uns eine große Herausforderung, aber wir hoffen, mit unseren einzigartigen Fans im Rücken den Bock umstoßen zu können“, sagt NINERS-Coach Rodrigo Pastore.

Der Argentinier hat dieser Tag viel zu tun, gilt es doch, seine zuletzt etwas aus dem Tritt geratene Mannschaft wieder in die Spur zu bringen. „Das gelingt aber nicht von heute auf morgen, sondern ist eine Aufgabe, die wir gemeinsam mit vielen kleinen Schritten bewältigen müssen. In erster Linie geht es darum, offensiv zu jener mannschaftsdienlichen Spielweise zurückzufinden, die uns zu Saisonbeginn so stark machte und defensiv die Intensität wieder deutlich nach oben zu schrauben. Außerdem müssen wir das Niveau über eine komplette Partie hinweg hoch halten“, wünscht sich der Cheftrainer mehr Konstanz, ist zugleich aber auch von den Qualitäten seiner Spieler überzeugt:

„Ich weiß, was in den Jungs steckt und habe großes Vertrauen in ihre sportlichen und mentalen Fähigkeiten. Auf die schwächeren Leistungen der Vorwochen haben sie dieser Tage im Training gut reagiert. Allerdings ist das noch keine Garantie für Siege. Wir müssen uns die eigene Topform und das Selbstvertrauen in den nächsten Wochen wieder hart erarbeiten.“

Dass es auf diesem Weg keine leichten Aufgaben gibt, weiß Pastore nur zu gut: „Alle Teams im oberen Drittel sind auf einem ähnlichen Niveau, so dass zumeist die Einsatzbereitschaft und Tagesform den Ausschlag gibt. Das gilt auch für unser Spiel gegen Trier.“ Der Tabellensechste mischt wie in den Vorjahren gehörig um die Playoffplätze mit und tankte letzten Samstag beim 78:63-Heimerfolg über die zweitplatzierten Hamburg Towers reichlich Selbstvertrauen.

Überragende Akteure in jener Partie waren der kanadische Veteran Jermaine Bucknor mit 34 Zählern sowie der deutsche Center Johannes Joos mit 21 Punkten. Beide sind auch sonst mit Durchschnittswerten von 14.7 beziehungsweise 14.0 Punkten die Topscorer der Gladiators. Zudem punkten Till Gloger (13.6) und der nachverpflichtete US-Guard Kelvin Lewis (10.5) regelmäßig zweistellig.

Dahinter hat Triers Cheftrainer Christian Held eine ganze Armada weiterer Optionen. Denn auch Thomas Grün (8.1), Kevin Smit (7.8), Simon Schmitz (7.3), Lucien Schmikale (4.9), Rupert Hennen (3.2), Stefan Ilzhöfer (2.6), Kilian Dietz (2.3) oder Luka Buntic (2.0) können jederzeit zu wichtigen Faktoren werden. „Trier hat fast schon traditionell den wohl am tiefsten besetzten Kader der gesamten ProA und spielt deshalb stets mit sehr hoher Intensität. Da müssen wir an unsere Kraftreserven gehen, um Schritt zu halten, aber gegen den Druck eben auch smart spielen“, fordert Pastore ein umsichtiges Agieren seiner Schützlinge.

Abgesehen vom weiterhin an einem Mittelhandbruch laborierenden Matt Vest kann der Chemnitzer Coach auf alle Akteure zurückgreifen, was über die Dauer der Partie sicher kein Nachteil sein dürfte. „Ich wünsche mir, dass die Mannschaft ihre Trainingsleistungen ins Spiel übertragen kann. Dann stehen die Chancen nicht schlecht“, ist Pastore überzeugt.

TERMIN: NINERS Chemnitz vs. RÖMERSTROM Gladiators Trier, Freitag, 11.01.2019, 20:00 Uhr, Richard-Hartmann-Halle

von Matthias Pattloch

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