„Nur Kretschmer kann Amt des Ministerpräsidenten ausfüllen“

Carsten Körber im Plenarsaal des Deutschen Bundestages.  Foto: Deutscher Bundestag/Achim Melde

Der vor wenigen Tagen angekündigte Rücktritt des sächsischen Landesvorsitzenden und Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich kam für alle durchaus überraschend. Nun äußert sich auch Carsten Körber,  CDU-Bundestagsabgeordneter aus dem Wahlkreis Zwickau, zur Entscheidung über den Nachfolger Tillichs‘, Michael Kretschmer: „Stanislaw Tillich ist dienstältester deutscher Ministerpräsident und hat sich für den Freistaat fast zehn Jahre lang ausgesprochen verdient gemacht. Die Entscheidung, nach dem schlechten Abschneiden der Sächsischen Union bei der Bundestagswahl den Weg für einen jüngeren Nachfolger frei zu machen, ist mutig und verlangt Respekt – auch, wenn sie meiner Meinung nach nicht notwendig gewesen wäre.

Ich war am vergangenen Mittwoch bei der Landesvorstandssitzung in Dresden anwesend. Dort habe ich den ehrlichen Eindruck gewonnen, dass Stanislaw Tillich überzeugt davon ist, mit Michael Kretschmer denjenigen empfohlen zu haben, der innerhalb unserer Sächsischen Union am besten in der Lage ist, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das CDU-Präsidium, der Landesvorstand und auch die Fraktion haben sich mehrheitlich hinter Michael Kretschmer gestellt. Und auch ich möchte ihn nach Kräften unterstützen. Denn auch ich sehe in der CDU Sachsen keinen, der auch nur ansatzweise besser geeignet wäre, das schwierigste Amt im Freistaat anzutreten und den notwendigen Reformprozess innerhalb der CDU einzuleiten. Es ist meines Erachtens das gute Recht Tillichs, für seine Nachfolge als Ministerpräsident und Landesvorsitz einen Kandidaten vorzuschlagen. Alles andere wäre unverantwortlich.

Ich kenne Michael Kretschmer schon seit vielen Jahren. In den letzten vier Jahren haben wir sehr intensiv zusammengearbeitet. Er ist ein fachlich hochversierter Politiker und bestens vernetzt in Land und Bund. Michael Kretschmer ist ein hochanständiger Mensch.

In einer pluralistischen Demokratie gehört es dazu, andere Meinungen auszuhalten. Aber eine verantwortungsvolle Diskussion besteht meins Erachtens darin, konstruktiv zu kritisieren. Wenn man mit einem Vorschlag nicht zufrieden ist, muss man Gegenvorschläge benennen können. Und wenn man das eben nicht kann, sollte man vielleicht lieber nochmal in Ruhe nachdenken, ehe man sich zu Wort meldet.“

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