Oberwiesenthal im (J)WM-Fieber

Mirko Ernst, Bürgermeister von Kurort Oberwiesenthal, der Sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer und Landrat Frank Vogel (v.li.n.re.) während der Freigabe des Fußgänger- & Rettungstunnels am Schanzenareal. Foto: André Kaiser

Kurort Oberwiesenthal. Der Countdown läuft. Weniger als 90 Tage, dann steigt in Deutschlands höchstgelegener Stadt das sportliche Großereignis des Jahres. Vom 28. Februar bis 8. März 2020 werden sich in Kurort Oberwiesenthal zu den Juniorenweltmeisterschaften Ski Nordisch und den U23 Skilanglaufweltmeisterschaften, kurz zur JMW die besten Nachwuchssportler der Welt in diesen Disziplinen miteinander messen, um Medaillen und Titel kämpfen.

In Vorbereitung auf dieses Mega-Event hatten nun der WSC Erzgebirge Oberwiesenthal e.V. als ausrichtender Verein und seine Partner der Erzgebirgskreis und die Stadt Kurort Oberwiesenthal am Nikolaustag einen Meilenstein gesetzt.
Denn am Freitag, dem 06.12.2019, eröffneten Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, und Landrat Frank Vogel sowie der Bürgermeister der Bergstadt Mirko Ernst den Fußgänger- & Rettungstunnels an die Schanzenanlage sowie die Loipenbrücke in der Sparkassen-Skiarena.

Ca. 135 Meter ist dieser Tunnel lang. Die maximale Durchfahrtshöhe wird mit 3,10 Metern angegeben, wobei im Ernstfall sogar noch einige Zentimeter Luft wären, wie Bürgermeister Mirko Ernst erklärte.
Foto: André Kaiser

Dabei betonte das sächsische Landesoberhaupt: „Der Freistaat hat diese Vorhaben ganz gezielt gefördert. Denn die Junioren-WM ist eine sehr gute Gelegenheit, die Wintersportregion auch über Deutschland hinaus noch bekannter zu machen. Profitieren wird davon am Ende die gesamte Region.“ Kretschmer sei es wichtig, „allen Beteiligten zu danken, die sich mit Leidenschaft und Begeisterung für den Wintersport und die Menschen in der Region engagieren“.

Landrat Frank Vogel erklärte: „An erster Stelle will ich unserem Ministerpräsidenten Michael Kretschmer danken. Denn wenn es ihn nicht gegeben hätte, gäbe es auch keine JWM 2020. Ich kann mich noch erinnern, als wir Mitte Januar 2018 in Dresden am Rande des Weltcup zusammen gesessen haben und ich ihm das Projekt mit all dem Investitionsbedarf und den Problemen vorstellte und er zu mir etwas ganz simples sagte: Machen!“ Und das habe man dann auch getan, trotz der Zweifler und Kritiker und man habe es gemeinsam geschafft, worauf man stolz sein könne.

Gemeinsam kann man vieles schaffen, so der Tenor während der Freigabe des Fußgänger- & Rettungstunnels.
Foto: André Kaiser

Stolz und Freude hörte man auch aus den Worten des Bürgermeisters heraus. Mirko Ernst war in seiner Rede voller Euphorie um den erfolgreichen Abschluss der Baumaßnahmen. Das Stadtoberhaupt: „Wir haben es gemeinsam geschafft! Damit steht die gesamte Infrastruktur in städtischer Verantwortung fristgerecht zur Verfügung. Alle Beteiligten, ob Planer, Bauunternehmen oder Stadtverwaltung arbeiteten kreativ, verlässlich und mit großer Termintreue in einem großen Team zusammen. Nur dadurch wurde es möglich, ein solch anspruchsvolles Bauwerk in nur sechseinhalb Monaten in dieser hohen Qualität, im geplanten Finanzrahmen von ca. 3,5 Millionen Euro und vor allem unfallfrei zu realisieren.“

Tiefbau- und Elektroplaner, Vermesser, Bauunternehmen mit ihren Bauleitern, Baggerfahrern, Steinsetzern, Zaunbauern u.v.a.m. sind gemeinsam mit den Bauingenieuren und dem Bürgermeister der Stadt als Bauherr des Fußgänger- und Rettungstunnels stolz auf das gelungene Bauwerk. Foto: Stadtverwaltung Kurort Oberwiesenthal

Übrigens: Schon einige Tage vor der geplanten offiziellen Freigabe hatte der Bürgermeister gemeinsam mit den baubeteiligten Unternehmen die fristgerechte Fertigstellung des Fußgänger- und Rettungstunnels unter der Seilbahn sowie zahlreicher weiterer Baumaßnahmen, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der JWM 2020 stehen, gebührend gefeiert. Bereits Ende Oktober habe das größte Rettungsfahrzeug der Rettungswache Bärenstein den Tunnel erfolgreich passieren können. “Ebenso haben das größte städtische Feuerwehrfahrzeug und der Bauhof-Unimog an allen Stellen ausreichend Höhen- und Seitenabstand. Damit entsprach der Praxistest exakt den theoretischen Planungen für dieses Bauwerk”, so Mirko Ernst abschließend. Insgesamt seien im Zusammenhang mit der JWM bisher 21 Maßnahmen für rund 8 Millionen Euro realisiert worden.

Praxistest bestanden.
Foto: Stadtverwaltung Kurort Oberwiesenthal

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